Die unverzichtbaren Versicherungen für Ihr Leben

Lesedauer: 13 Min
Aktualisiert: 22. März 2026 14:36

Im Leben gibt es viele Unsicherheiten und Risiken. Die richtigen Versicherungen können dabei helfen, finanzielle Nöte zu vermeiden und Sicherheit zu gewinnen. Unabhängig von der Lebenssituation gibt es einige Policen, die für nahezu jeden unverzichtbar sind.

Die Haftpflichtversicherung: Ihre erste Verteidigung

Die private Haftpflichtversicherung ist eine der grundlegendsten und wichtigsten Absicherungen. Sie schützt vor finanziellen Ansprüchen, die Dritte gegen Sie geltend machen könnten. Nehmen wir an, Sie verursachen versehentlich einen Schaden, beispielsweise an einem fremden Auto oder Eigentum. Ohne Versicherung könnte das schnell teuer werden. Die Haftpflichtversicherung springt in solchen Fällen ein und übernimmt die Kosten.

Die Krankenversicherung: Gesundheit geht vor

In vielen Ländern ist die Krankenversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Sie sorgt dafür, dass Sie im Krankheitsfall medizinisch versorgt werden. Ob für Routineuntersuchungen, Notfälle oder stationäre Behandlungen – die Krankenversicherung schützt auch vor hohen Gesundheitskosten. Selbstverständlich gibt es Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Wichtig ist, dass Sie die für Ihre Bedürfnisse passende Wahl treffen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung: Vorsorge für die Zukunft

Ein Unfall oder eine schwere Erkrankung kann dazu führen, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. In solchen Fällen leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung einen wertvollen Beitrag zur finanziellen Absicherung. Beispielsweise wird jemand, der als Handwerker arbeitet, durch eine plötzliche Erkrankung möglicherweise in seiner Fähigkeit eingeschränkt. Die Versicherung zahlt in diesem Fall eine monatliche Rente, um den Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Die Risikolebensversicherung: Für Ihre Liebsten

Die Risikolebensversicherung ist besonders wichtig, wenn Sie eine Familie haben oder für Angehörige finanziell sorgen müssen. Sie sichert im Todesfall Ihrer Versicherten die Angehörigen ab, indem eine vorher festgelegte Summe ausgezahlt wird. Denken Sie an den Fall, dass der Hauptverdiener einer Familie verstirbt. Ohne finanzielle Absicherung können schwere finanzielle Engpässe die Folge sein. Diese Versicherung kann helfen, Existenzängste zu mildern.

Anleitung
1Praxisbeispiel 1: Herr Müller ist frisch verheiratet und hat eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Durch einen missglückten Grillabend beschädigt er das Nachbarhaus….
2Praxisbeispiel 2: Frau Schmidt hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Nach einem schweren Unfall kann sie nicht mehr arbeiten. Die Versicherung zahlt ihr ….
3Praxisbeispiel 3: Familie Becker hat eine Risikolebensversicherung abgeschlossen. Nach dem plötzlichen Tod des Familienvaters erhält die Familie die vereinbarte Summe, um….

Praxisbeispiele

  1. Praxisbeispiel 1: Herr Müller ist frisch verheiratet und hat eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Durch einen missglückten Grillabend beschädigt er das Nachbarhaus. Dank seiner Haftpflichtversicherung muss er die hohen Reparaturkosten nicht selbst tragen.

  2. Praxisbeispiel 2: Frau Schmidt hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Nach einem schweren Unfall kann sie nicht mehr arbeiten. Die Versicherung zahlt ihr monatlich eine Rente, sodass sie ihren Lebensstandard weiter aufrechterhalten kann.

  3. Praxisbeispiel 3: Familie Becker hat eine Risikolebensversicherung abgeschlossen. Nach dem plötzlichen Tod des Familienvaters erhält die Familie die vereinbarte Summe, um die Hypothek abzuzahlen und die Kinder zu unterstützen.

Die Zahnzusatzversicherung: Für ein strahlendes Lächeln

Gesunde Zähne sind essenziell, jedoch die Kosten für Zahnersatz oder besondere Behandlungen können unübersichtlich werden. Eine Zahnzusatzversicherung hilft, diese Kosten zu reduzieren oder zu decken. Ob Sie eine Wurzelbehandlung oder eine professionelle Zahnreinigung benötigen, mit dieser Versicherung sind Sie bestens versorgt.

Die Wohngebäudeversicherung: Schutz für Ihr Zuhause

Für Immobilienbesitzer ist diese Versicherung entscheidend. Sie schützt vor Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasser. Ein Wasserschaden, der die Wohnräume beschädigt, kann hohe Reparaturkosten verursachen. Hier springt die Wohngebäudeversicherung ein und sorgt dafür, dass Ihr Zuhause wieder in Stand gesetzt wird.

Die Wahl der richtigen Versicherungen ist eine wichtige Entscheidung, die sich auf Ihr Leben auswirken kann. Eine umfassende Absicherung schützt nicht nur Ihr Vermögen, sondern auch Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Informieren Sie sich gründlich über die verschiedenen Optionen und wählen Sie die Policen, die am besten zu Ihrer Lebenssituation passen.

Privathaftpflicht, Kfz & Co.: Absicherung im Alltag richtig kombinieren

Viele Menschen führen mehrere Verträge parallel, ohne zu wissen, wie sie zusammenwirken oder ob sie überhaupt noch zu ihrem Leben passen. Wer seine unverzichtbaren Versicherungen als Teil der eigenen Finanzplanung versteht, spart auf Dauer viel Geld und behält den Überblick. Besonders wichtig ist, dass sich die Policen sinnvoll ergänzen und weder gefährliche Lücken noch teure Doppelversicherungen entstehen. Gerade bei typischen Alltagsrisiken rund um Verkehr, Freizeit und Familie lassen sich durch eine clevere Kombination jährliche Kosten deutlich reduzieren.

Ein klassisches Beispiel ist der Mix aus Privathaftpflicht und Kfz-Versicherung. Die Kfz-Haftpflicht deckt Schäden ab, die Sie mit Ihrem Auto verursachen, während die Privathaftpflicht für Schäden in anderen Lebensbereichen zuständig ist. Beide Verträge sollten hohe Deckungssummen bieten und aufeinander abgestimmt sein, damit weder Lücken noch Überschneidungen bleiben. Bei der Autoversicherung lohnt sich ein strenger Blick auf Bausteine wie Teil- oder Vollkasko, Schutzbrief, Fahrerschutz oder Rabattschutz. Wer mehrere Fahrzeuge im Haushalt hat oder Angehörige mitversichern möchte, kann oft über Flotten- oder Familienrabatte spürbar sparen.

Wer sportlich aktiv ist oder viel reist, sollte seine Alltagsabsicherung erweitern. Eine private Unfallversicherung kann nach schweren Unfällen finanzielle Einbußen mindern, wenn Umbaukosten, Pflegeleistungen oder eine Einkommenslücke auftreten. Dabei zählt nicht jede kleine Zerrung, sondern der langfristige Schaden, der Ihre finanzielle Handlungsfähigkeit einschränkt. Entscheidend sind transparente Leistungsbedingungen, realistische Progressionen und sinnvolle Zusatzleistungen wie Reha-Management oder Assistance-Leistungen. Eine Reiseversicherung, idealerweise als Jahresvertrag, rundet das Paket ab, wenn Sie häufiger unterwegs sind und Storno- oder Krankenrisiken im Ausland absichern möchten.

Um die Wirksamkeit dieser Absicherung zu erhalten, gehört ein regelmäßiger Versicherungs-Check in den persönlichen Finanzkalender. Spätestens alle zwei bis drei Jahre, sowie bei größeren Lebensereignissen wie Hochzeit, Geburt eines Kindes oder Hauskauf, sollten Sie Ihre Verträge systematisch durchgehen. Notieren Sie für jede Police die Jahresprämie, die Versicherungssumme, wichtige Ausschlüsse und Kündigungsfristen. Anschließend gleichen Sie diese Liste mit Ihren aktuellen Lebensumständen ab und streichen Bausteine, die nicht mehr zu Ihnen passen. So gewinnen Sie finanziellen Spielraum, den Sie beispielsweise für Rücklagen, ETF-Sparpläne oder die Tilgung teurer Kredite nutzen können.

Versicherungen und Vermögensaufbau: Was wirklich zu Ihrer Geldstrategie passt

Eine gute Absicherung schützt nicht nur vor finanziellen Katastrophen, sondern bildet auch das Fundament für langfristigen Vermögensaufbau. Wer die wichtigsten Policen sauber geregelt hat, kann mit mehr Ruhe investieren, weil existenzielle Risiken bereits abgefedert sind. Der entscheidende Punkt: Versicherungen sollen unkontrollierbare Großschäden abfangen, während kleinere Alltagsrisiken besser über einen Notgroschen oder kluge Budgetplanung laufen. Diese Trennung verhindert, dass sich teure Pauschalabsicherungen unauffällig in Ihr Budget einschleichen und Rendite auffressen, die Sie anderswo dringend für Ihre Ziele brauchen.

Denken Sie Ihre finanzielle Absicherung wie eine Pyramide. Die Basis bilden liquide Rücklagen auf Tagesgeld oder gut verzinsten Konten, aus denen Sie kurzfristige Ausgaben oder Selbstbeteiligungen zahlen können. Darauf folgen die wichtigsten Versicherungen für existenzbedrohende Ereignisse, etwa schwere Haftpflichtschäden, längere Krankheitsphasen oder den Ausfall der Arbeitskraft. Erst darüber kommen Bausteine für Komfort und Lebensqualität, wie etwa eine sinnvolle Zahnzusatzpolice, eine erweiterte Hausratversicherung oder Zusatzmodule in der Kfz-Versicherung. Wer diese Reihenfolge beherzigt, läuft nicht Gefahr, teures Kleinklein zu finanzieren, während die Grundpfeiler noch wackeln.

Langfristiger Vermögensaufbau gelingt nur, wenn die laufenden Beiträge im Verhältnis zu Einkommen und Sparquote stehen. Als Daumenregel gilt: Prüfen Sie, ob Ihre gesamten Versicherungsprämien dauerhaft im Rahmen von etwa 5 bis 10 Prozent Ihres Nettoeinkommens bleiben, ohne dass Sparrate und Schuldentilgung darunter leiden. Liegen Sie deutlich darüber, sollten Sie systematisch hinterfragen, welche Bausteine wirklich nötig sind und ob günstigere Tarife ohne überflüssige Extras ausreichen. Wer beispielsweise einen hohen Hausratwert hat, aber zusätzlich viele Elektronik-, Handy- oder Garantiemodelle abgeschlossen hat, zahlt oft doppelt für Schäden, die ohnehin von einer bestehenden Police oder vom Notgroschen aufgefangen werden könnten.

Ein strukturierter Ansatz erleichtert diese Einordnung:

  • Ermitteln Sie Ihre monatliche Sparquote und setzen Sie ein Ziel, das zu Ihren Lebensplänen passt.
  • Stellen Sie alle laufenden Versicherungsbeiträge zusammen und ordnen Sie sie nach Dringlichkeit und Risikoabsicherung.
  • Prüfen Sie, ob bestimmte Risiken besser über Rücklagen, Selbstbeteiligungen oder alternative Finanzprodukte aufgefangen werden können.
  • Nutzen Sie die durch Optimierung frei werdenden Mittel gezielt für Vermögensaufbau, etwa über ETF-Sparpläne oder Sondertilgungen bei Darlehen.

Wer auf diese Weise vorgeht, baut Stück für Stück ein stabiles finanzielles Fundament, das kurzfristige Überraschungen und langfristige Ziele gleichermaßen berücksichtigt. Versicherungen werden dann nicht als lästige Pflicht erlebt, sondern als strategischer Teil Ihrer Geldorganisation.

Hausrat, Rechtsschutz und digitale Risiken: Lücken erkennen, bevor es teuer wird

Neben den klassischen Absicherungen gibt es Bereiche, in denen Risiken häufig unterschätzt werden, bis ein Schaden auftritt und der finanzielle Schaden überraschend hoch ausfällt. Besonders deutlich zeigt sich das bei der Einrichtung, bei Rechtsstreitigkeiten und im digitalen Alltag. Wer diese drei Felder sinnvoll in sein Versicherungsportfolio integriert, verhindert, dass ein Einbruch, ein Streit mit dem Vermieter oder ein Hackerangriff liebevoll aufgebaute Rücklagen in kurzer Zeit aufbraucht.

Die Hausratversicherung wird von vielen erst wahrgenommen, wenn ein Wasserschaden oder ein Wohnungseinbruch für Chaos sorgt. Dabei geht es nicht nur um Möbel, sondern auch um Kleidung, Elektronik, Sportgeräte und Haushaltsgeräte. Vor allem in Großstädten oder bei hochwertiger Ausstattung kann der Neuwert aller Gegenstände schnell fünfstellige Summen erreichen. Wichtig ist eine realistische Versicherungssumme, die sich am Wiederbeschaffungswert orientiert, damit es im Schadenfall nicht zu einer Unterversicherung kommt. Zusätzliche Bausteine wie Fahrradschutz oder Elementarschäden können sinnvoll sein, wenn Wert und Risiko im Alltag hoch sind.

Ein weiterer Baustein, der direkten Einfluss auf Ihr Vermögen haben kann, ist die Rechtsschutzversicherung. Auseinandersetzungen mit Arbeitgebern, Vermietern, Nachbarn oder Verkehrsgegnern können erhebliche Kosten verursachen, selbst wenn Sie im Recht sind. Gerichtskosten, Anwaltshonorare und Gutachten summieren sich schnell und können mühsam aufgebaute Ersparnisse aufzehren. Wer hier vorausschauend plant, legt nicht nur Wert auf einen günstigen Beitrag, sondern vor allem auf die richtigen Module, etwa Privat-, Berufs- oder Verkehrsrechtsschutz. Eine Wartezeit von meist drei Monaten vor Leistungsbeginn macht es sinnvoll, diesen Vertrag frühzeitig in die eigene Finanzplanung einzubauen.

Die zunehmende Digitalisierung des Alltags eröffnet neue Angriffsflächen, die sich finanziell auswirken können. Datendiebstahl, Identitätsmissbrauch oder Betrug beim Onlinebanking können zu Verlusten führen, die ohne passenden Schutz schwierig auszugleichen sind. Einige Hausrat- oder Rechtsschutzversicherungen integrieren mittlerweile Cyber-Bausteine, die bei Phishing, Cybermobbing, Identitätsdiebstahl oder Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Onlinekäufen unterstützen. Wer häufig Onlinebanking nutzt, in Kryptowährungen investiert oder viel über digitale Marktplätze kauft, sollte prüfen, welche Risiken die eigene Bank oder vorhandene Policen bereits abdecken und wo sinnvolle Ergänzungen notwendig sind.

Um Lücken zu erkennen, hilft ein strukturierter Blick auf die eigenen Lebensbereiche:

  • Erstellen Sie eine Liste Ihrer wertvollsten Gegenstände und schätzen Sie deren Wiederbeschaffungswert.
  • Prüfen Sie, in welchen Lebenssituationen ein Rechtsstreit wahrscheinlich ist, etwa im Job, im Straßenverkehr oder im Mietverhältnis.
  • Bewerten Sie Ihr digitales Verhalten: Anzahl der genutzten Onlinekonten, Transaktionsvolumen, genutzte Zahlungswege und Investitionsformen.
  • Gleichen Sie diese Punkte mit Ihren Versicherungsunterlagen ab und markieren Sie Bereiche, in denen keine oder nur sehr eingeschränkte Leistungen vorgesehen sind.

Auf dieser Basis lassen sich gezielte Entscheidungen treffen, welche zusätzlichen Bausteine wirklich nötig sind, um Ihr Vermögen wirksam zu schützen, ohne unnötige Dauerbelastungen im Budget zu verursachen.

Strategische Reihenfolge: So priorisieren Sie essentielle Policen in Ihrem Budget

Wer seine Finanzen aktiv steuern möchte, benötigt eine klare Reihenfolge beim Abschluss neuer Policen. Statt wahllos Angebote anzunehmen, lohnt es sich, nach dem Prinzip der größten finanziellen Bedrohung vorzugehen. Zuerst werden Risiken abgesichert, die Ihr Einkommen oder Ihre Existenz gefährden könnten, danach folgen Verträge, die Vermögenswerte schützen, und erst am Ende kommen Absicherungen für Komfort und Zusatzleistungen. Diese Priorisierung sorgt dafür, dass Ihr Geld dort eingesetzt wird, wo die Schutzwirkung im Verhältnis zum Beitrag am größten ist.

Eine praktikable Vorgehensweise sieht so aus:

  1. Existenz sichern: Absicherung von Gesundheit, Arbeitskraft und Haftpflicht, da hier im Ernstfall hohe Summen und langanhaltende finanzielle Folgen entstehen können.
  2. Vermögen schützen: Wohngebäude, Hausrat und Kfz, je nachdem, welche Werte bereits aufgebaut wurden und wo ein Schaden massive Löcher in Ihr Budget reißen würde.
  3. Angehörige absichern: Risikolebensversicherung und ähnliche Lösungen, wenn andere Menschen direkt von Ihrem Einkommen abhängig sind.
  4. Komfort und Ergänzungen: Zusatzversicherungen wie Zahnleistungen, Reiseversicherungen, Cyber-Bausteine oder erweiterte Rechtsschutzmodule, sofern der finanzielle Spielraum dies zulässt.

Bei jeder neuen Police sollte die Frage im Mittelpunkt stehen, welchen Schaden sie im Ernstfall abdeckt und wie wahrscheinlich dieses Ereignis in Ihrem Leben ist. Teure Rundum-sorglos-Pakete mit vielen kleinen Extras klingen zunächst attraktiv, doch sie binden langfristig Kapital, das sich ansonsten für Sparziele und Investitionen nutzen ließe. Wer systematisch denkt, wählt bewusst Tarife mit höherer Selbstbeteiligung und vernünftigen Deckungssummen, statt kleinteilige Bagatellschäden abzusichern. Dadurch sinken die laufenden Beiträge, während die Absicherung gegen wirklich große finanzielle Risiken erhalten bleibt.

Wichtig ist auch der Blick auf Kündigungsfristen und Laufzeiten. Manche Verträge verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht rechtzeitig beendet werden, andere laufen über viele Jahre fest. Notieren Sie diese Daten in Ihrem Finanzplan oder Budget-Tool, damit Sie rechtzeitig reagieren und gegebenenfalls günstigere Alternativen wählen können. Wer alle Unterlagen geordnet an einem Ort sammelt und Einnahmen, Ausgaben, Sparraten und Versicherungsbeiträge regelmäßig gegenüberstellt, schafft Transparenz. Diese Klarheit erleichtert es, Entscheidungen auf Basis von Zahlen statt aus dem Bauch heraus zu treffen und Ihr Geld langfristig effizient einzusetzen.

Häufige Fragen zu unverzichtbaren Versicherungen

Wie viele Versicherungen brauche ich wirklich?

Für einen soliden Basisschutz reichen einigen wenige, dafür sehr wichtige Policen aus. Entscheidend sind vor allem private Haftpflicht, Krankenschutz, Absicherung der Arbeitskraft und – je nach Situation – Schutz für Hinterbliebene und Wohneigentum.

Ab welchem Alter sollte ich über wichtige Versicherungen nachdenken?

Spätestens mit dem Start ins Berufsleben lohnt sich ein strukturierter Blick auf Ihren Versicherungsschutz. Wer früher beginnt, profitiert häufig von günstigeren Beiträgen und kann seine finanzielle Absicherung sinnvoll aufbauen.

Wie kann ich prüfen, ob ich überversichert bin?

Listen Sie alle bestehenden Verträge mit Beitrag, Laufzeit und Leistung auf und ordnen Sie diese nach wirklicher Notwendigkeit. Alles, was weder hohe finanzielle Risiken abdeckt noch zu Ihrer Lebenssituation passt, sollten Sie kritisch hinterfragen.

Welche Rolle spielt meine Lebenssituation bei der Auswahl der wichtigsten Versicherungen?

Lebensphase, Einkommen, Familienstand und Vermögenswerte bestimmen, wo ein Ausfall besonders teuer wäre. Wer etwa Kinder hat, eine Immobilie finanziert oder als Einzelunternehmer arbeitet, sollte andere Schwerpunkte setzen als Studierende oder Auszubildende.

Wie finde ich heraus, ob die Versicherungssumme ausreicht?

Orientieren Sie sich an realistischen Schadensszenarien und nicht nur an Mindestbeträgen. Für Haftpflicht, Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenschutz ist eine eher großzügige Absicherung sinnvoll, weil gerade dort die finanziellen Folgen sehr hoch sein können.

Wann lohnt sich ein Tarifwechsel statt einer Kündigung?

Ein interner Tarifwechsel bietet sich an, wenn der Versicherer grundsätzlich passt, aber Leistungen oder Beiträge nicht mehr stimmig sind. Oft lassen sich so Wartezeiten vermeiden und bereits erworbene Rechte bleiben erhalten.

Wie oft sollte ich meinen Versicherungsschutz überprüfen?

Ein Check alle ein bis zwei Jahre ist sinnvoll, zusätzlich immer dann, wenn sich Ihre Lebensumstände deutlich ändern. Dazu zählen etwa Heirat, Nachwuchs, Hauskauf, ein deutlich höheres Einkommen oder der Schritt in die Selbstständigkeit.

Wie kann ich bei unverzichtbaren Versicherungen Beiträge sparen?

Höhere Selbstbeteiligungen, jährliche Zahlweise und der Verzicht auf unnötige Zusatzbausteine senken den Beitrag, ohne die Kernleistung zu gefährden. Vergleichsrechner und unabhängige Beratung helfen, Preis und Leistung ausgewogen zu kombinieren.

Welche Fehler kosten bei wichtigen Versicherungen am meisten Geld?

Zu niedrige Versicherungssummen, lange Vertragslaufzeiten ohne Anpassungsmöglichkeit und fehlende Angaben zu Vorerkrankungen oder Risiken gehören zu den häufigsten Stolperfallen. Diese Punkte können im Ernstfall dazu führen, dass Leistungen gekürzt werden oder ganz entfallen.

Wie gehe ich systematisch vor, um meinen Basisschutz aufzubauen?

Priorisieren Sie zuerst existenzbedrohende Risiken, dann die Absicherung großer Sachwerte und erst zum Schluss Komfort- und Extraschutz. Arbeiten Sie dabei mit einer einfachen Reihenfolge: existenzielle Sicherung, Vermögensschutz, Optimierung.

Ist es sinnvoll, Versicherungen mit meinem Partner abzustimmen?

Gerade bei gemeinsamen Finanzen, Krediten und Kindern ist eine abgestimmte Absicherungsstrategie sehr wichtig. Doppelungen lassen sich vermeiden und gleichzeitig stellen Sie sicher, dass im Ernstfall beide Seiten ausreichend geschützt sind.

Fazit

Wer seine Versicherungen an den eigenen finanziellen Risiken ausrichtet, schafft mit wenigen, aber wirkungsvollen Policen ein stabiles Sicherheitsnetz. Priorität haben immer die Verträge, die Ihre Existenz, Ihre Gesundheit, Ihre Arbeitskraft und Ihr wichtiges Vermögen schützen. So setzen Sie Ihr Geld gezielt ein und vermeiden unnötige Beiträge.

Checkliste
  • Ermitteln Sie Ihre monatliche Sparquote und setzen Sie ein Ziel, das zu Ihren Lebensplänen passt.
  • Stellen Sie alle laufenden Versicherungsbeiträge zusammen und ordnen Sie sie nach Dringlichkeit und Risikoabsicherung.
  • Prüfen Sie, ob bestimmte Risiken besser über Rücklagen, Selbstbeteiligungen oder alternative Finanzprodukte aufgefangen werden können.
  • Nutzen Sie die durch Optimierung frei werdenden Mittel gezielt für Vermögensaufbau, etwa über ETF-Sparpläne oder Sondertilgungen bei Darlehen.


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