ETF-Sparplan: Interaktiver Rechner

Wenn du wissen willst, was aus deiner ETF-Sparrate in 10, 20 oder 30 Jahren werden kann, liefert dir dieser ETF-Sparplan-Rechner in Sekunden eine klare Antwort. Du gibst Monatsrate, Laufzeit und Renditeannahme ein und siehst sofort Endvermögen, Einzahlungen und den Zinseszinseffekt.

Optional kannst du Kosten und eine grobe Steuerannahme berücksichtigen, um die Rechnung realistischer zu machen. Besonders hilfreich ist die Jahresübersicht: Sie zeigt, ab wann der Vermögensaufbau spürbar an Fahrt gewinnt und wie stark kleine Änderungen bei Sparrate oder Laufzeit wirken.

So kannst du schnell verschiedene Szenarien vergleichen, Ziele greifbar machen und dein Sparplan-Setup besser einschätzen, ohne lange herumzurechnen.

ETF-Sparplan-Rechner: Endvermögen, Einzahlungen und Zinseszins

Regelmäßig investieren, auch wenn die Kurse schwanken. Viele Einzahlungen können über Jahre stark wirken.
Optional, falls du bereits einen Betrag investieren willst.
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Rechner nutzt monatlichen Zinseszins (effektive Umrechnung). Rendite ist nie garantiert.
Jahre
Zeit ist ein großer Hebel beim Zinseszins.
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Vereinfachung: Kosten reduzieren die Rendite.
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Option: Sparrate wächst jedes Jahr mit.
%
Optional: zeigt zusätzlich den Endwert in heutiger Kaufkraft.
Monatlich glättet Schwankungen stärker.
Monatsanfang bedeutet: Einzahlung wird im selben Monat verzinst (Rechenmodell).
Gewinn am Ende versteuern (vereinfacht)
Endvermögen
124.721,43 €
ohne Steuer
Einzahlungen
60.000,00 €
Startkapital + Sparraten
Gewinn
64.721,43 €
ohne Steuer
Kaufkraft-Endwert
124.721,43 €
in heutiger Kaufkraft (optional)
Entwicklung pro Jahr
Jahresendwert
Jahresübersicht
Jahr Einzahlungen im Jahr Wert am Jahresende
1 3.000,00 € 3.109,39 €
2 3.000,00 € 6.430,22 €
3 3.000,00 € 9.976,86 €
4 3.000,00 € 13.764,68 €
5 3.000,00 € 17.810,07 €
6 3.000,00 € 22.130,54 €
7 3.000,00 € 26.744,81 €
8 3.000,00 € 31.672,84 €
9 3.000,00 € 36.935,98 €
10 3.000,00 € 42.557,02 €
11 3.000,00 € 48.560,29 €
12 3.000,00 € 54.971,78 €
13 3.000,00 € 61.819,25 €
14 3.000,00 € 69.132,34 €
15 3.000,00 € 76.942,73 €
16 3.000,00 € 85.284,23 €
17 3.000,00 € 94.192,95 €
18 3.000,00 € 103.707,46 €
19 3.000,00 € 113.868,95 €
20 3.000,00 € 124.721,43 €
Ergebnis ist eine Rechenannahme. Märkte schwanken, Renditen sind nicht garantiert. Steuern sind stark vereinfacht.

ETF-Sparplan-Rechner: So liest du die Ergebnisse richtig

Ein ETF-Sparplan ist im Kern simpel: Du investierst regelmäßig, Streuung und Zeit erledigen den Rest. In der Praxis hängt das Ergebnis aber davon ab, welche Stellschrauben du drehst und wie du die Zahlen interpretierst. Der Rechner zeigt dir nicht nur eine Endsumme, sondern macht sichtbar, wie sich Einzahlungen und Wachstum über die Jahre verschieben. Genau das ist für gute Entscheidungen entscheidend.

Zuerst lohnt sich der Blick auf zwei Werte: Einzahlungen und Endvermögen. Einzahlungen sind das Geld, das du tatsächlich aus deinem Konto in den Sparplan schiebst (inklusive Startkapital, falls du eines angibst). Das Endvermögen ist der Depotwert am Ende der Laufzeit. Die Differenz ist der rechnerische Gewinn. Dieser Gewinn entsteht nicht „gleichmäßig“, sondern typischerweise zunehmend in späteren Jahren, weil Zinseszins bedeutet, dass nicht nur deine Einzahlungen wachsen, sondern auch die bereits erzielten Erträge wieder mitarbeiten.

Die Jahresübersicht ist deshalb mehr als eine nette Tabelle. Sie ist der schnellste Weg zu verstehen, ab wann dein Depot spürbar in Bewegung kommt. Viele unterschätzen den Effekt: In den ersten Jahren dominiert die Sparleistung, später dominiert das Wachstum. Das ist genau der Moment, an dem „Zeit im Markt“ oft wichtiger wird als das perfekte Timing.

Monatliche Sparrate: Die Stellschraube, die du sofort kontrollierst

Die Sparrate ist die direkteste Stellschraube, weil sie sofort wirkt und planbar ist. Schon kleine Anpassungen können langfristig große Unterschiede machen, weil jede zusätzliche Einzahlung über viele Jahre Rendite mitnimmt. Wenn du dich zwischen zwei Sparraten unsicher fühlst, hilft eine einfache Denkweise: Teste im Rechner erst die Rate, die sich heute problemlos anfühlt. Dann erhöhe sie in einem zweiten Szenario leicht und vergleiche, wie stark sich das Endvermögen verschiebt.

Wichtig ist auch die psychologische Seite: Eine Rate, die du in schlechten Börsenphasen durchhältst, ist oft besser als eine hohe Rate, die du nach sechs Monaten wieder stopfst. Der Rechner hilft dir dabei, realistische Varianten zu finden, ohne dass du dich auf eine einzige Zahl festlegen musst.

Laufzeit: Warum ein paar Jahre mehr oft den größten Unterschied machen

Die Laufzeit ist in vielen Fällen der stärkste Hebel. Nicht, weil du in späteren Jahren plötzlich „mehr einzahlst“, sondern weil deine bereits aufgebauten Bestände länger wachsen. Das führt dazu, dass die Kurve am Ende häufig steiler wird. Genau deswegen kann es sich lohnen, mehrere Laufzeiten zu testen: 10, 15, 20, 25 oder 30 Jahre. Oft sieht man dabei, dass die letzten Jahre im Verhältnis besonders viel beitragen.

Wenn du ein Ziel hast, etwa „Kapital für Eigenheim, Ausbildung der Kinder oder Altersvorsorge“, kannst du mit der Laufzeit auch rückwärts denken: Welche Zeit habe ich realistisch, und welche Sparrate bräuchte ich dann? Durch das schnelle Durchspielen von Varianten kommst du ohne komplizierte Formel zu einem Gefühl für Größenordnungen.

Renditeannahme: Realistisch denken, nicht schönrechnen

Die Rendite ist die unsicherste Eingabe, weil niemand die Zukunft kennt. Trotzdem ist sie wichtig, weil sie den Wachstumsteil deiner Rechnung bestimmt. Die beste Vorgehensweise ist nicht, „die eine richtige Zahl“ zu suchen, sondern mehrere Szenarien zu rechnen: defensiv, ausgewogen, offensiv. Genau dafür sind die Presets im Tool gedacht.

Wenn du dich fragst, welche Rendite du nehmen solltest, hilft eine robuste Vorgehensweise: Rechne konservativ, damit du nicht von einem Wunschwert abhängig wirst. Nutze zusätzlich ein höheres Szenario, um zu sehen, was möglich wäre, wenn Märkte gut laufen. So setzt du Erwartungen richtig und vermeidest Enttäuschung, wenn die Realität mal holprig ist.

Kosten: Der stille Renditekiller, der sich über Jahre bemerkbar macht

Kosten wirken oft unspektakulär, aber sie laufen dauerhaft mit. Ein kleiner Prozentwert wirkt zunächst harmlos, kann aber über Jahrzehnte spürbar am Endvermögen ziehen, weil er jedes Jahr auf das gesamte Depot wirkt. Der Rechner zieht Kosten vereinfachend von der Rendite ab, damit du schnell ein Gefühl bekommst, wie stark ein Kostenunterschied ins Gewicht fällt.

Für dich bedeutet das: Es lohnt sich, bei einem Sparplan auf günstige Produkte und faire Rahmenbedingungen zu achten. Nicht, weil du jeden Cent optimieren musst, sondern weil sich dauerhafte Abzüge langfristig potenzieren können.

Einzahlungstiming: Monatsanfang vs. Monatsende

Im Tool kannst du einstellen, ob die Einzahlung am Monatsanfang oder Monatsende erfolgt. Das ist keine Glaubensfrage, sondern eine Modellannahme. Einzahlung am Monatsanfang bedeutet: Dein Geld arbeitet im selben Monat mit. Einzahlung am Monatsende bedeutet: Es arbeitet erst im nächsten Monat. In der echten Welt hängt das von deiner Ausführung und deinem Broker ab, aber der Vergleich zeigt dir schnell, dass Timing zwar einen Unterschied machen kann, aber meist deutlich kleiner ist als Sparrate, Laufzeit und Renditeannahme.

Wenn du es einfach halten willst: Nimm die Variante, die deinem echten Ablauf am nächsten kommt, und konzentriere dich auf die großen Hebel.

Steuern und Inflation: Orientierung statt perfekte Abbildung

Der Rechner bietet optional eine grobe Steuerannahme. Das ist hilfreich, um nicht nur „brutto“ zu denken. Gleichzeitig gilt: Steuern im ETF-Depot sind komplexer, weil Teilfreistellung, Vorabpauschale und Ausschüttungen eine Rolle spielen können. Das Tool rechnet bewusst vereinfacht, damit du schnell vergleichen kannst. Für eine exakte Steuerplanung bräuchte man deutlich mehr Eingaben und ein anderes Modell.

Inflation ist ähnlich: Sie verändert nicht dein Depot, aber die Kaufkraft. Wenn du die Inflation aktivierst, bekommst du zusätzlich einen Endwert „in heutiger Kaufkraft“. Das ist besonders nützlich, wenn du Sparziele in heutigen Preisen denkst, zum Beispiel „ich will später eine bestimmte monatliche Zusatzrente“ oder „ich brauche für eine Renovierung voraussichtlich Summe X“.

So nutzt du den Rechner für bessere Entscheidungen

Viele nutzen Sparplanrechner wie ein Orakel. Sinnvoller ist es, ihn als Vergleichswerkzeug zu verwenden. Die stärkste Methode ist das systematische Durchspielen von Szenarien, ohne es zu kompliziert zu machen. Du kannst dabei eine einfache Reihenfolge nutzen:

Starte mit einer Sparrate, die du heute sicher durchhalten kannst. Wähle dann eine Laufzeit, die zu deinem Ziel passt. Danach teste Renditeannahmen in mehreren Stufen. Anschließend fügst du Kosten hinzu, wenn du ein realistisches Bild willst. Zum Schluss kannst du Inflation und eine grobe Steuerannahme aktivieren, um zu prüfen, wie „viel“ dein Endvermögen in Kaufkraft wirklich bedeutet.

Wenn du danach noch unsicher bist, ob dein Ziel realistisch ist, ändere nur eine Variable pro Durchlauf. So erkennst du sofort, welcher Hebel den größten Effekt hat. Genau das macht den Rechner so stark: Er liefert dir nicht nur eine Zahl, sondern ein Gefühl für Zusammenhänge.

Häufige Fragen zum ETF-Sparplan-Rechner

Welche Rendite sollte ich im Rechner eintragen?

Wenn du konservativ rechnen willst, nutze eher eine niedrigere Renditeannahme und prüfe zusätzlich ein mittleres Szenario. So siehst du, wie robust dein Plan ist, auch wenn die Märkte zeitweise schwächer laufen.

Was bedeutet Endvermögen im Tool genau?

Das Endvermögen ist der rechnerische Depotwert am Ende der Laufzeit. Es setzt sich aus deinen Einzahlungen und dem Wertzuwachs zusammen, der durch Rendite und Zinseszins entsteht.

Warum wächst das Depot in späteren Jahren oft schneller?

Weil der Zinseszins auf bereits aufgebaute Gewinne wirkt. Sobald dein Depot größer ist, kann ein Prozent Rendite in Euro deutlich mehr ausmachen als in den ersten Jahren.

Was zählt bei „Einzahlungen“ – ist Startkapital dabei?

Ja. Einzahlungen umfassen deine monatlichen Sparraten und zusätzlich ein Startkapital, falls du einen Anfangsbetrag einträgst.

Sind die Steuerwerte im Rechner realistisch?

Sie sind als grobe Orientierung gedacht. Das Modell vereinfacht und besteuert den Gewinn am Ende einmalig, während die Praxis je nach ETF-Art, Ausschüttung und Regelwerk komplexer sein kann.

Wie trage ich Kosten richtig ein?

Trage die jährlichen laufenden Kosten als Prozentwert ein. Der Rechner reduziert die Rendite um diesen Wert, damit du schnell siehst, wie stark Kosten langfristig wirken können.

Monatsanfang oder Monatsende – was ist besser?

Monatsanfang bedeutet, dass die Einzahlung im selben Monat rechnerisch verzinst wird. Monatsende bedeutet, dass sie später „arbeitet“. Der Unterschied ist meist kleiner als der Effekt von Laufzeit oder Sparrate.

Warum lohnt sich der Inflationsvergleich?

Weil er dir zeigt, was dein Endvermögen in heutiger Kaufkraft bedeutet. Das hilft besonders bei Zielen, die du in heutigen Preisen denkst, statt in nominalen Eurobeträgen.


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