Was passiert, wenn eine Lastschrift mangels Deckung zurückgeht?

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 16. Juni 2026 10:10

Geht eine Lastschrift mangels Deckung zurück, wird der Betrag in der Regel nicht abgebucht und die Zahlung gilt zunächst als fehlgeschlagen. Für dich kann das Mahnkosten, Rücklastschriftgebühren und im schlimmsten Fall Ärger mit Vertragspartnern bedeuten. Entscheidend ist, wie schnell du reagierst und ob die Zahlung einfach noch einmal eingezogen wird oder ob du selbst aktiv überweisen musst.

Im Alltag passiert so etwas oft ganz unspektakulär: Das Konto war am Abbuchungstag knapp, eine andere Zahlung lief vorher durch oder eine geplante Einnahme kam später als gedacht. Die Bank bucht die Lastschrift dann zurück, und der Empfänger bekommt die Information, dass die Deckung nicht ausgereicht hat. Das ist kein Weltuntergang, aber ein Signal, das man ernst nehmen sollte, weil Folgeschäden meist teurer werden als die eigentliche Rechnung.

Was eine zurückgegebene Lastschrift auslöst

Zuerst passiert technisch gesehen Folgendes: Der Lastschrifteinzug scheitert, weil auf dem Konto nicht genug Geld vorhanden ist oder die Bank die Buchung aus einem anderen Grund nicht ausführt. Der Zahlungsempfänger erhält den Betrag nicht und sieht die Lastschrift als nicht eingelöst an. Häufig wird dir das per E-Mail, Brief, Nachricht im Kundenkonto oder direkt auf der nächsten Abrechnung mitgeteilt.

Für dich bedeutet das in vielen Fällen, dass die ursprüngliche Schuld weiterhin besteht. Die Rechnung ist also nicht automatisch erledigt, nur weil die Abbuchung fehlgeschlagen ist. Meist bekommt der Gläubiger die Möglichkeit, die Zahlung noch einmal einzuziehen oder dich zur Überweisung aufzufordern. Manche Anbieter machen das zügig, andere warten ein paar Tage. Das hängt von deren internen Abläufen und vom Vertrag ab.

Wichtig ist auch der Unterschied zwischen einer einmaligen Rückgabe und einem wiederkehrenden Muster. Wenn nur ein einzelner Einzug scheitert, lässt sich die Sache meist schnell glätten. Wenn Lastschriften häufiger platzen, kann das Vertrauen des Vertragspartners sinken. Dann werden Mahnungen, Vorkasse oder sogar die Kündigung eines Vertrags wahrscheinlicher.

Welche Kosten entstehen können

Der unangenehmste Teil sind oft nicht die fehlenden paar Euro auf dem Konto, sondern die Zusatzkosten. Rücklastschriftgebühren können vom Empfänger weitergegeben werden, wenn der Rückgang durch mangelnde Deckung verursacht wurde und der Vertrag das zulässt. Dazu kommen je nach Fall Mahngebühren, Verzugszinsen oder Kosten für eine erneute Zahlungsanforderung.

Die Höhe variiert stark. Bei kleinen Beträgen wirken schon wenige Euro Gebühr ärgerlich, bei größeren Forderungen können sich die Nebenkosten spürbar summieren. Deshalb lohnt es sich fast immer, die Angelegenheit sofort zu klären, statt auf die nächste Erinnerung zu warten. Wer direkt reagiert, spart oft Gebühren und vermeidet, dass aus einer normalen Monatszahlung ein Mahnverfahren wird.

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass die Bank den Rückgang bezahlt oder automatisch ausgleicht. Das ist nicht der Fall. Die Bank führt nur den Zahlungsauftrag aus, wenn das Konto gedeckt ist oder der Zahlungsweg es zulässt. Die eigentliche Rechnung bleibt zwischen dir und dem Zahlungsempfänger bestehen.

Wie du jetzt am besten vorgehst

Am besten gehst du in drei Schritten vor: Erstens prüfst du, ob wirklich zu wenig Guthaben vorhanden war oder ob eine andere Ursache vorliegt. Zweitens klärst du den offenen Betrag beim Empfänger oder in deinem Online-Banking. Drittens sorgst du dafür, dass die Zahlung zeitnah nachgeholt wird, damit keine weiteren Kosten entstehen.

Falls der Betrag nur knapp fehlte, kannst du oft direkt per Überweisung ausgleichen. Bei wiederkehrenden Abbuchungen, etwa für Miete, Versicherung oder Streaming, solltest du zusätzlich dein Kontoguthaben im Blick behalten. Es hilft, die Belastungstermine zu kennen, damit nicht mehrere Abbuchungen auf denselben Tag fallen. Das klingt banal, spart aber im Alltag erstaunlich viele Rückgaben.

Wenn du glaubst, dass die Lastschrift unberechtigt war, etwa weil der Betrag falsch ist oder der Vertrag bereits beendet wurde, dann solltest du den Einzug nicht einfach ignorieren. In solchen Fällen ist der schnelle Kontakt wichtig, denn ein offener Widerspruch und eine fehlende Deckung können sich sonst ungünstig vermischen. Dann wird aus einem Sachproblem schnell ein Zahlungsproblem, und das ist am Ende teurer zu erklären.

Warum Lastschriften nicht nur wegen leerem Kontostand zurückgehen

Der Begriff „mangels Deckung“ ist zwar die häufigste Erklärung, aber nicht die einzige Ursache für einen Rückgang. Manchmal ist das Konto zwar grundsätzlich vorhanden, doch das verfügbare Guthaben reicht am Tag der Belastung nicht aus. Das passiert zum Beispiel, wenn eine Kartenzahlung, eine Kontoabbuchung oder eine Reservierung das Guthaben vorher reduziert hat.

Anleitung
1Kontoumsatz mit Datum und Betrag sichern.
2Benachrichtigung der Bank aufbewahren.
3Rechnung oder Vertragsunterlage des Empfängers ablegen.
4Offenen Betrag mit dem nächsten Kontostand abgleichen.
5Belege zu Gebühren und Mahnungen getrennt speichern.

Auch zeitliche Verschiebungen sorgen oft für Missverständnisse. Gehalt kommt einen Tag später, eine Rückzahlung eines anderen Anbieters ist noch nicht gebucht, oder die Lastschrift wird an einem ungünstigen Bankarbeitstag eingezogen. Gerade bei mehreren Abbuchungen rund um Monatsanfang ist schnell ein Loch im Kontostand da. Wer dann nur auf den erwarteten Eingang schaut, übersieht leicht, dass das Geld erst später verfügbar ist.

Hinzu kommen technische und organisatorische Sonderfälle. Manchmal ist eine Kontoverbindung falsch hinterlegt, das Konto wurde gewechselt oder die Einzugsermächtigung ist nicht mehr aktuell. Dann spricht man nicht mehr sauber von fehlender Deckung, obwohl das Ergebnis ähnlich aussieht: Das Geld kommt nicht an. Für die weitere Behandlung macht dieser Unterschied durchaus einen Unterschied, weil der Empfänger je nach Ursache anders reagiert.

Was Gläubiger und Unternehmen danach tun

Viele Unternehmen ziehen den Betrag nach einer Rücklastschrift noch einmal ein. Das geschieht oft nach kurzer Frist, manchmal nach einer internen Prüfung und manchmal zusammen mit einer Mahnung. Wenn der zweite Versuch ebenfalls scheitert, wird die Angelegenheit deutlich ernster. Dann kann der offene Betrag an eine andere Stelle im Unternehmen weitergegeben, intern angemahnt oder an einen Inkassodienst übergeben werden.

Bei wiederkehrenden Verträgen, etwa für Strom, Telefon, Versicherungen oder Mitgliedschaften, kann eine zurückgegebene Lastschrift zusätzlich Folgen für die Laufzeit des Vertrags haben. Einige Anbieter setzen dann auf Vorkasse, ändern die Zahlungsart oder kündigen bei wiederholten Ausfällen den Vertrag. Das passiert meist nicht sofort, aber es ist ein typischer Ablauf, wenn mehrere Zahlungen hintereinander scheitern.

Für den Alltag heißt das: Eine gescheiterte Abbuchung verschwindet selten von selbst. Je früher du den offenen Posten regelst, desto kleiner bleibt der Aufwand. Wenn du die Nachricht des Anbieters ignorierst, wird aus einem kleinen Buchungsproblem schnell ein richtig teurer Briefwechsel.

Typische Fehler, die unnötig Geld kosten

Ein häufiger Fehler ist, dass Betroffene auf die automatische Wiedereinziehung hoffen, ohne das Konto zu prüfen. Dann bleibt die Lastschrift erneut liegen, und neben der ersten Gebühr kommt noch mehr dazu. Ebenfalls problematisch ist es, eine Mahnung für Werbung zu halten und zu übersehen, dass bereits Gebühren laufen.

Ein anderer Trugschluss: Viele denken, dass ein fehlgeschlagener Einzug automatisch eine Zahlungsbefreiung bedeutet. Das stimmt natürlich nicht. Die Forderung bleibt bestehen, solange sie berechtigt ist. Nur die Zahlungsart ist gescheitert, nicht unbedingt der Vertrag oder die Rechnung selbst.

Auch die Annahme, dass man bei jeder Rückbuchung einfach abwarten kann, ist riskant. Bei kleinen Beträgen mag das manchmal gutgehen, aber bei höheren Summen oder laufenden Verträgen wird Warten oft teurer. Besonders unangenehm wird es, wenn der Empfänger Mahnfristen setzt und daraufhin weitere Gebühren auslöst.

Praxisbeispiel aus dem Alltag

Eine Kundin hat ihre Stromabschlagszahlung per Lastschrift laufen lassen. Am Monatsanfang gingen gleichzeitig Miete, Handyrechnung und eine größere Kartenzahlung vom Konto ab. Der Stromanbieter erhielt sein Geld nicht, meldete die Rückgabe und verlangte den offenen Betrag plus Bearbeitungskosten. Hätte sie den Kontostand vorher geprüft, wäre die Belastung problemlos durchgelaufen.

In so einem Fall reicht oft eine sofortige Überweisung und eine kurze Klärung mit dem Anbieter. Wenn das Guthaben am nächsten Tag wieder vorhanden ist, lässt sich der Schaden meist begrenzen. Wenn die Zahlung aber einfach offen bleibt, folgen schnell Erinnerungen und zusätzliche Post.

Praxisbeispiel aus dem Vertragsalltag

Ein Nutzer hatte ein Fitnessstudio per Lastschrift bezahlt, wechselte dann das Konto und vergaß, die neue IBAN zu hinterlegen. Die Abbuchung lief ins Leere, die Mahnung landete erst später im Briefkasten. Am Ende musste er nicht nur den Monatsbeitrag, sondern auch Gebühren und einen erneuten Einzugsversuch bezahlen. Hier war also nicht die Deckung das Problem, aber das Ergebnis war ähnlich teuer.

Solche Fälle zeigen, wie wichtig saubere Stammdaten sind. Wer sein Konto wechselt, sollte laufende Lastschriften und Zahlungsdienste direkt prüfen. Das spart Stress und verhindert, dass ein eigentlich kleiner Umzug im Banking auf einmal Geld kostet.

Praxisbeispiel bei Versicherungen

Bei einer Kfz-Versicherung kann eine zurückgegebene Lastschrift mehr als nur Mahngebühren verursachen. Bleibt die Prämie offen, kann der Versicherungsschutz gefährdet sein oder eine erneute Zahlung wird nur noch unter strengeren Bedingungen akzeptiert. Gerade bei Pflichtversicherungen ist das ein Bereich, in dem man nicht lange warten sollte.

Hier ist der schnellste Weg meist, den offenen Betrag sofort zu zahlen und die Eingangsbestätigung aufzubewahren. Falls schon eine Mahnung mit Frist angekommen ist, sollte man diese Frist ernst nehmen. Der finanzielle Schaden durch Verzögerung ist in solchen Fällen oft höher als die ursprüngliche Rate.

Wann du die Abbuchung prüfen lassen solltest

Es lohnt sich, genauer hinzusehen, wenn du sicher bist, dass genügend Geld auf dem Konto war. Dann kann ein technisches Problem, eine falsch gebuchte Referenz oder ein Fehler beim Zahlungsempfänger vorliegen. In solchen Fällen solltest du nicht einfach doppelt zahlen, sondern erst die Ursache klären.

Dasselbe gilt, wenn der Betrag ungewohnt hoch ist oder du die Forderung nicht zuordnen kannst. Dann kann ein Abgleich mit Kontoauszug, Vertragsunterlagen und Nachricht des Empfängers helfen. Wenn der Einzug unberechtigt wirkt, ist der direkte Kontakt besonders wichtig, damit aus einem Klärungsfall kein Mahnfall wird.

Wie du Rückgaben künftig vermeidest

Am einfachsten ist es, größere Abbuchungstermine im Blick zu behalten und das Konto nicht bis auf den letzten Cent zu leeren. Ein kleiner Puffer hilft oft mehr als jede komplizierte Geld-App. Wer weiß, wann Miete, Versicherungen und Abos abgehen, kann Engpässe viel früher sehen.

Praktisch ist auch, regelmäßige Zahlungstermine in den Kalender einzutragen. So erkennst du früh, wenn mehrere Belastungen auf denselben Zeitraum fallen. Bei schwankenden Einnahmen kann es zusätzlich sinnvoll sein, wichtige Abbuchungen auf ein anderes Datum zu legen, sofern der Vertrag das zulässt. Das bringt Ordnung ins Konto und verhindert nervige Überraschungen.

Wenn du dein Konto wechselst oder ein neues Lastschriftmandat erteilst, prüfe die Daten lieber einmal extra. Ein Zahlendreher in der IBAN, eine falsche Kontoverbindung oder eine vergessene Umstellung reicht aus, und schon startet die nächste Mahnung. Das passiert oft leise und fällt erst auf, wenn die Bank den Rückgang meldet.

Auch wer knapp kalkuliert, sollte Rücklastschriftkosten in die persönliche Finanzplanung einbeziehen. Ein kleiner Sicherheitspuffer ist meist günstiger als jede einzelne Rückgabe. Gerade bei Geldfragen zahlt sich Vorsicht oft direkter aus, als man im ersten Moment denkt.

Wie Banken und Zahlungspartner den Rückruf abrechnen

Geht eine Lastschrift wegen fehlender Kontodeckung zurück, endet die Sache selten mit der bloßen Ablehnung der Zahlung. Im Hintergrund läuft meist ein interner Abrechnungsprozess an, der je nach Bank, Zahlungsart und Vertragspartei unterschiedlich organisiert ist. Dabei werden Rücklastschriftgebühren nicht nur von der Bank des Zahlers erfasst, sondern oft auch an den Empfänger der Zahlung weitergereicht, der diese Kosten wiederum in manchen Fällen an den Kunden weitergibt. So wird aus einer einzelnen Abbuchung schnell ein kleiner Kostenblock, der auf mehreren Ebenen sichtbar wird.

Für den Kontoinhaber ist wichtig zu verstehen, dass die Rückgabe nicht automatisch bedeutet, dass die ursprüngliche Schuld verschwindet. Die Forderung bleibt in der Regel bestehen, nur der Zahlungsweg ist gescheitert. Deshalb kann der Betrag erneut angefordert werden, und zwar entweder noch einmal per Lastschrift oder über eine andere Zahlungsart. Wer das Konto rasch ausgleicht, verkürzt den Weg zurück zu einem ordentlichen Zahlungsstand deutlich.

Welche Fristen im Zahlungsverkehr eine Rolle spielen

Nach einer zurückgegebenen Lastschrift wirken nicht nur Gebühren, sondern auch Fristen. Unternehmen setzen häufig kurze Zeitfenster, innerhalb derer der offene Betrag beglichen werden soll. Das ist aus Sicht des Zahlungsverkehrs nachvollziehbar, denn Rechnungen, Versicherungsprämien oder Mitgliedsbeiträge laufen im Hintergrund weiter. Bleibt die Zahlung offen, kann der Gläubiger die Forderung mahnen oder auf andere Weise einfordern.

Auch im Zusammenspiel mit der Bank lohnt ein genauer Blick. Manche Rückgaben werden sehr früh erkannt, andere erst nach der eigentlichen Buchung im Kontoumsatz sichtbar. Für die weitere Planung macht das einen Unterschied, weil der verfügbare Kontostand dadurch zu einem späteren Zeitpunkt anders aussieht als erwartet. Wer mehrere Abbuchungen in kurzer Folge hat, sollte deshalb den Überblick über Valuta, vorgemerkte Umsätze und bereits gebuchte Posten behalten.

  • Offene Forderungen bleiben meist bestehen, obwohl die Abbuchung gescheitert ist.
  • Mahnstufen und Zahlungsfristen können unmittelbar anschließen.
  • Mehrere gleichzeitige Abbuchungen erhöhen das Risiko weiterer Rückgaben.
  • Der Zeitpunkt der Kontobuchung kann für die Übersicht entscheidend sein.

Wie sich solche Rückgaben auf Verträge und Bonität auswirken können

Ein einmaliger Rückläufer ist nicht in jedem Fall ein großes Signal nach außen. Dennoch beobachten viele Unternehmen auffällige Zahlungsvorgänge genau, besonders wenn derselbe Vertrag mehrfach betroffen ist. Dann kann die Folge sein, dass Zahlungsarten eingeschränkt werden oder künftige Abbuchungen nur noch nach vorheriger Ankündigung erfolgen. Im Alltag betrifft das etwa Mobilfunkverträge, Beiträge für Dienste oder regelmäßige Versicherungszahlungen.

Auch für die eigene Bonität kann wiederholtes Zahlungsverhalten relevant werden, vor allem wenn eine Forderung nicht zeitnah beglichen wird und der Fall in ein Mahnverfahren übergeht. Entscheidend ist dabei nicht allein die Ursache der Rückgabe, sondern das weitere Verhalten danach. Wer schnell reagiert, Kontakt aufnimmt und den offenen Betrag ausgleicht, reduziert das Risiko weiterer Nebenfolgen im Geldverkehr.

Bei laufenden Verträgen lohnt es sich außerdem, die internen Abläufe des Anbieters zu kennen. Manche Partner räumen nach einer Rücklastschrift nur noch Vorkasse ein, andere verlangen eine andere Zahlungsweise oder stellen Gebühren erneut in Rechnung. Gerade bei wiederkehrenden Zahlungen ist deshalb ein sauber geführtes Konto mehr als nur Komfort. Es beeinflusst direkt, wie reibungslos Verträge weiterlaufen.

Welche Unterlagen und Kontobelege du nach der Rückgabe sichern solltest

Sobald eine Belastung nicht durchging, sind Kontobelege wichtiger als viele denken. Der Umsatz im Online-Banking, die Mitteilung der Bank und die Rechnung des Gläubigers ergeben zusammen ein klares Bild. Mit diesen Unterlagen lässt sich später nachvollziehen, ob tatsächlich ein Guthaben fehlte, ob der Betrag zu früh abgebucht wurde oder ob eine andere Ursache vorlag. Das ist besonders wertvoll, wenn mehrere Abbuchungen dicht aufeinander folgen.

Hilfreich ist eine kleine Dokumentenroutine. Wer Zahlungsaufforderungen und Kontoauszüge direkt ablegt, spart später Zeit und vermeidet doppelte Zahlungen. Auch der Blick auf den exakten Buchungstag ist sinnvoll, weil er zeigt, ob zwischen vorgemerkter und endgültiger Buchung noch Spielraum bestand. Im Geldalltag verhindert diese Übersicht, dass ein einzelner Rückläufer unnötig große Kreise zieht.

  1. Kontoumsatz mit Datum und Betrag sichern.
  2. Benachrichtigung der Bank aufbewahren.
  3. Rechnung oder Vertragsunterlage des Empfängers ablegen.
  4. Offenen Betrag mit dem nächsten Kontostand abgleichen.
  5. Belege zu Gebühren und Mahnungen getrennt speichern.

FAQ

Wer trägt die Kosten für eine zurückgewiesene Abbuchung?

In vielen Fällen stellt die Bank des Zahlungsempfängers die Rücklastschrift in Rechnung, und dieser gibt die Kosten häufig an den Kunden weiter. Ob und in welcher Höhe Gebühren weiterberechnet werden dürfen, hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab.

Kann der Gläubiger die Forderung noch einmal einziehen?

Ja, meist ist ein erneuter Einzug möglich, sobald das Konto wieder ausreichend gedeckt ist. Vorher sollte jedoch geprüft werden, ob der ursprüngliche Abbuchungsauftrag überhaupt noch gilt und ob bereits Zusatzkosten offen sind.

Wird bei einer Rücklastschrift automatisch gemeldet, dass mein Konto leer war?

Nein, die Bank meldet in der Regel nur den Rückgabegrund. Für den Empfänger steht dann oft lediglich fest, dass die Abbuchung nicht ausgeführt werden konnte, nicht aber, warum das Konto in diesem Moment nicht ausgereicht hat.

Welche Folgen hat ein Rückgang für laufende Verträge?

Bei wiederkehrenden Zahlungen kann es zu Mahnungen, Zusatzgebühren oder einer Umstellung auf andere Zahlungsarten kommen. Manche Unternehmen behalten sich außerdem vor, Leistungen vorübergehend einzuschränken, bis die offene Summe beglichen ist.

Darf ein Unternehmen einfach Mahnkosten berechnen?

Ja, aber nur in einem angemessenen Rahmen und nur soweit tatsächlich ein Schaden oder zusätzlicher Aufwand entstanden ist. Überhöhte Pauschalen sind oft angreifbar, deshalb lohnt sich ein Blick in Vertrag, Preisliste und Mahnung.

Wie schnell sollte ich nach einer fehlgeschlagenen Lastschrift reagieren?

Am besten sofort, sobald die Buchung im Online-Banking oder auf dem Kontoauszug auffällt. Je schneller du den Betrag prüfst und die Ursache klärst, desto geringer ist das Risiko für weitere Kosten.

Was mache ich, wenn die Abbuchung trotz ausreichender Deckung scheitert?

Dann solltest du die Kontobewegung, den Buchungstext und mögliche Sperren oder Limitierungen prüfen. Häufig helfen ein Anruf bei der Bank und der Abgleich mit dem Zahlungsempfänger, um den technischen Fehler einzugrenzen.

Kann ich eine bereits zurückgegebene Lastschrift zurückholen lassen?

Die eigentliche Rückgabe lässt sich nicht einfach rückgängig machen, weil die Zahlung nie erfolgreich abgeschlossen wurde. Du kannst aber den offenen Betrag nachzahlen oder einen erneuten Einzug veranlassen, wenn beide Seiten das so abstimmen.

Wie erkenne ich, ob eine Rücklastschrift rechtens ist?

Entscheidend sind der Rückgabegrund, die vertragliche Grundlage und die geforderten Zusatzkosten. Wenn Beträge unklar wirken oder Gebühren nicht nachvollziehbar sind, solltest du Belege anfordern und die Positionen genau prüfen.

Wann wird eine Lastschrift zum echten Problem?

Wirklich heikel wird es, wenn mehrere Einzüge hintereinander scheitern oder offene Beträge trotz Erinnerung nicht ausgeglichen werden. Dann können Sperren, Mahnverfahren oder weitere Belastungen folgen, die den Überblick über die eigenen Finanzen erschweren.

Fazit

Eine zurückgegebene Abbuchung ist meist kein Drama, aber sie sollte zügig geprüft werden, damit aus einer einzelnen Zahlung kein Kostenthema wird. Wer Kontostand, Vertragsdaten und Rückgabegrund im Blick behält, schützt sich vor unnötigen Gebühren und unnötigem Aufwand. Bei Unklarheiten lohnt sich immer der direkte Abgleich mit Bank und Zahlungsempfänger.

Checkliste
  • Offene Forderungen bleiben meist bestehen, obwohl die Abbuchung gescheitert ist.
  • Mahnstufen und Zahlungsfristen können unmittelbar anschließen.
  • Mehrere gleichzeitige Abbuchungen erhöhen das Risiko weiterer Rückgaben.
  • Der Zeitpunkt der Kontobuchung kann für die Übersicht entscheidend sein.

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