Steuer-Rechner für Kapitalerträge

Mit dem Steuer-Rechner für Kapitalerträge berechnest du schnell, welche Steuer auf Zinsen, Dividenden, ETF-Erträge, Fondsgewinne oder realisierte Kursgewinne anfallen kann. Der Rechner berücksichtigt den Sparer-Pauschbetrag, mögliche Verluste, eine Teilfreistellung bei Fonds und ETFs, Kirchensteuer sowie eine vereinfachte Anrechnung ausländischer Quellensteuer.

Gerade bei mehreren Depots, verschiedenen Freistellungsaufträgen oder ausländischen Dividenden ist die tatsächliche Steuerbelastung nicht immer sofort erkennbar. Dieses Tool hilft dir dabei, aus einem Bruttobetrag eine verständliche Schätzung zu machen: Wie viel bleibt netto übrig, welcher Betrag ist steuerpflichtig und wie stark wirken Pauschbetrag, Verluste oder Teilfreistellung?

Kapitalertragsteuer einfach berechnen

In Deutschland werden viele private Kapitalerträge direkt über die Bank besteuert. Häufig ist deshalb nur der Nettobetrag auf dem Konto sichtbar. Der Rechner zeigt dir zusätzlich, wie sich die Belastung zusammensetzt: Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag, mögliche Kirchensteuer und der verbleibende Nettoertrag werden getrennt ausgewiesen.

Trage zuerst deine Kapitalerträge ein. Danach kannst du auswählen, ob du einzeln veranlagt bist oder der gemeinsame Sparer-Pauschbetrag gilt. Falls du bereits einen Teil deines Freistellungsauftrags bei einer anderen Bank genutzt hast, kannst du diesen Betrag ebenfalls eintragen. So entsteht eine deutlich realistischere Einschätzung als bei einer einfachen Prozentrechnung.

Für welche Kapitalerträge ist der Rechner gedacht?

Der Steuer-Rechner eignet sich für typische Kapitalerträge von Privatanlegern. Dazu gehören Zinsen aus Tagesgeld oder Festgeld, Dividenden aus Aktien, Ausschüttungen aus Fonds und ETFs, thesaurierte Erträge über die Vorabpauschale sowie realisierte Kursgewinne. Bei Fonds und ETFs kannst du zusätzlich eine Teilfreistellung auswählen, weil dadurch nicht der gesamte Ertrag steuerpflichtig sein muss.

Das Ergebnis ersetzt keine individuelle steuerliche Prüfung, gibt dir aber eine gute Orientierung. Besonders hilfreich ist der Rechner, wenn du vor einem Verkauf abschätzen möchtest, wie viel vom Gewinn nach Steuern übrig bleibt, oder wenn du deine Kapitalerträge für die Steuererklärung grob einordnen willst.

Rechner für Zinsen, Dividenden, ETFs, Fonds und Kursgewinne

Steuer-Rechner für Kapitalerträge

Berechne, wie viel Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer auf deine Kapitalerträge anfallen können. Der Rechner berücksichtigt Sparer-Pauschbetrag, bereits genutzten Freistellungsauftrag, Verluste, Teilfreistellung bei Fonds und eine vereinfachte Quellensteuer-Anrechnung.

Sparer-Pauschbetrag Kirchensteuer 8 % oder 9 % ETF-Teilfreistellung Verlustverrechnung Quellensteuer-Feld

Werte eintragen

Trage deine Kapitalerträge für das Jahr ein. Wenn Kauf- oder Verkaufskosten bereits in deinem Gewinn abgezogen wurden, lässt du das Kostenfeld leer.

Zum Beispiel Zinsen, Dividenden, Vorabpauschale oder realisierte Kursgewinne.
Nur eintragen, wenn sie im Gewinn noch nicht abgezogen sind.
Wenn bei anderen Banken schon ein Freistellungsauftrag genutzt wurde.
Zum Beispiel aus dem Verlusttopf. Aktienverluste sind vereinfacht zu behandeln.
Vereinfachte Anrechnung auf die deutsche Kapitalertragsteuer.
8 % gilt in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % in den übrigen Bundesländern.
Der Rechner liefert eine Orientierung für private Kapitalerträge in Deutschland. Sonderfälle wie betriebliche Depots, Altbestände, einzelne Verlusttöpfe, NV-Bescheinigung, Günstigerprüfung oder besondere Auslandsfälle können abweichen.

Wann fällt Steuer auf Kapitalerträge an?

Steuer fällt erst an, wenn nach Kosten, Teilfreistellung, Verlustverrechnung und Sparer-Pauschbetrag noch ein steuerpflichtiger Kapitalertrag bleibt. Deshalb ist nicht der Bruttobetrag allein entscheidend, sondern der Betrag, der nach allen Abzügen übrig bleibt.

Warum ist der Pauschbetrag so wichtig?

Der Sparer-Pauschbetrag reduziert die steuerpflichtigen Kapitalerträge. Wer mehrere Banken nutzt, sollte prüfen, ob der Freistellungsauftrag passend verteilt ist, damit nicht unnötig Kapitalertragsteuer einbehalten wird.

Was der Rechner vereinfacht

Der Rechner bildet die Standardlogik ab. Einzelne Verlusttöpfe, die steuerliche Behandlung besonderer Wertpapiere, Korrekturen über die Anlage KAP und die genaue Auslandsbesteuerung können zusätzliche Prüfung erfordern.

Wie der Steuer-Rechner für Kapitalerträge arbeitet

Der Rechner startet mit deinen eingetragenen Kapitalerträgen. Davon werden zunächst Kosten abgezogen, falls diese noch nicht im Gewinn berücksichtigt wurden. Danach folgt je nach Anlageart die Teilfreistellung. Bei Aktienfonds oder Aktien-ETFs kann ein Teil des Ertrags steuerfrei bleiben, während bei klassischen Zinsen oder normalen Aktiengewinnen keine Teilfreistellung angesetzt wird.

Anschließend werden verrechenbare Verluste und der noch verfügbare Sparer-Pauschbetrag berücksichtigt. Erst der verbleibende Betrag wird als steuerpflichtiger Kapitalertrag behandelt. Auf diesen Betrag berechnet das Tool die Kapitalertragsteuer, den Solidaritätszuschlag und bei Bedarf die Kirchensteuer. Wenn du ausländische Quellensteuer einträgst, wird sie im Rechner vereinfacht auf die Kapitalertragsteuer angerechnet.

Warum der Sparer-Pauschbetrag im Ergebnis viel ändern kann

Der Sparer-Pauschbetrag sorgt dafür, dass Kapitalerträge bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei bleiben können. Für Einzelpersonen liegt er bei 1.000 Euro, bei zusammen veranlagten Personen bei 2.000 Euro. Entscheidend ist aber nicht nur die Höhe des Pauschbetrags, sondern auch, ob er bereits bei anderen Banken oder Brokern genutzt wurde.

Ein Beispiel zeigt den Unterschied: Hast du 800 Euro Zinsen erhalten und dein Pauschbetrag ist noch vollständig frei, fällt rechnerisch keine Kapitalertragsteuer an. Hast du den Pauschbetrag dagegen bereits bei einem anderen Depot ausgeschöpft, können die gleichen 800 Euro steuerpflichtig sein. Genau deshalb enthält der Rechner ein Feld für den bereits genutzten Pauschbetrag.

Wann Kirchensteuer und Quellensteuer wichtig werden

Kirchensteuer kann die Gesamtbelastung auf Kapitalerträge erhöhen. Der Rechner unterscheidet deshalb zwischen keiner Kirchensteuer, 8 Prozent Kirchensteuer und 9 Prozent Kirchensteuer. Bayern und Baden-Württemberg verwenden 8 Prozent, in den übrigen Bundesländern gelten in der Regel 9 Prozent.

Ausländische Quellensteuer ist vor allem bei Dividenden aus anderen Ländern wichtig. Viele Anleger sehen auf der Abrechnung bereits einen ausländischen Steuerabzug. Der Rechner kann diesen Betrag einbeziehen, behandelt die Anrechnung aber bewusst vereinfacht. Je nach Land, Doppelbesteuerungsabkommen, Bankabrechnung und Wertpapier kann die tatsächliche steuerliche Behandlung abweichen.

Typische Fälle, in denen der Rechner besonders hilft

  • Du möchtest wissen, wie viel von einem Aktiengewinn nach Steuern übrig bleibt.
  • Du hast Dividenden erhalten und willst die Abzüge besser verstehen.
  • Du nutzt mehrere Banken und möchtest den Sparer-Pauschbetrag besser einordnen.
  • Du hast ETF-Erträge und möchtest die Teilfreistellung berücksichtigen.
  • Du hast Verluste im Depot und willst sehen, wie sie das Ergebnis verändern.
  • Du hast ausländische Dividenden mit Quellensteuer erhalten.

Häufige Fragen zum Steuer-Rechner für Kapitalerträge

Was berechnet der Steuer-Rechner für Kapitalerträge?

Der Rechner schätzt, welche Steuer auf deine Kapitalerträge anfallen kann. Er zeigt dir Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag, mögliche Kirchensteuer, den steuerpflichtigen Betrag und den verbleibenden Nettoertrag.

Ist der Rechner auch für ETFs und Fonds geeignet?

Ja, der Rechner enthält Auswahlfelder für typische Teilfreistellungen bei Fonds und ETFs. Dadurch kann der steuerpflichtige Betrag niedriger ausfallen als der eingetragene Bruttoertrag.

Kann ich den Sparer-Pauschbetrag eintragen?

Ja, der Rechner berücksichtigt den Sparer-Pauschbetrag automatisch nach Veranlagungsart. Wenn du bereits einen Teil bei einer anderen Bank genutzt hast, kannst du diesen Betrag zusätzlich eintragen.

Warum unterscheidet der Rechner zwischen brutto und netto?

Der Bruttobetrag zeigt den Kapitalertrag vor Steuer. Der Nettobetrag zeigt, was nach der rechnerischen Steuerbelastung übrig bleibt.

Was passiert, wenn Verluste vorhanden sind?

Verrechenbare Verluste können den steuerpflichtigen Kapitalertrag reduzieren. Der Rechner zieht eingetragene Verluste ab, bevor die Steuer berechnet wird.

Kann der Rechner eine Steuerberatung ersetzen?

Nein, der Rechner ist eine Orientierungshilfe. Besondere Fälle wie Altbestände, betriebliche Depots, komplexe Auslandsfälle oder Korrekturen über die Steuererklärung sollten individuell geprüft werden.

Hinweis zur Nutzung

Der Steuer-Rechner für Kapitalerträge arbeitet mit einer vereinfachten Modellrechnung für private Kapitalerträge. Die tatsächliche Steuer kann abweichen, wenn besondere Wertpapiere, getrennte Verlusttöpfe, ausländische Quellensteuer, Nichtveranlagungs-Bescheinigungen oder individuelle Angaben in der Steuererklärung eine Rolle spielen.


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