No-Buy-Monat – bringt das wirklich etwas für deine Finanzen?

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 27. März 2026 23:31

Ein No-Buy-Monat kann eine wirkungsvolle Methode sein, um die eigenen Finanzen zu kontrollieren und das Konsumverhalten zu hinterfragen. Viele Menschen berichten von positiven Erfahrungen und dem Gefühl, die Kontrolle über ihre Ausgaben zurückzugewinnen. Aber wie genau profitiert man von dieser Herausforderung, und welche Aspekte sollten dabei berücksichtigt werden?

Der Ansatz des No-Buy-Monats

Ein No-Buy-Monat bedeutet, dass man für einen festgelegten Zeitraum keine nicht notwendigen Käufe tätigt. Ziel ist es, bewusst mit Geld umzugehen und finanzielle Freiheit zu erlangen. Dies kann hilfreich sein, um überflüssige Ausgaben zu minimieren und Einsparpotentiale zu entdecken. Auch psychologisch kann es wertvoll sein, da man sich von der Konsumkultur distanziert und sich auf essentielle Bedürfnisse konzentriert.

Ursachen und Nutzen

Die häufigsten Beweggründe für einen No-Buy-Monat sind:

  • Kostensenkung: Durch den Verzicht auf Käufe kann man erstaunlich viel Geld sparen.
  • Reflexion des Konsumverhaltens: Man lernt, sich mit den eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen und überdenkt spontan getätigte Käufe.
  • Schuldenabbau: Wer Schulden hat, kann durch Einsparungen aktiv an deren Abbau arbeiten.

Typische Missverständnisse

Es gibt einige häufig auftretende Missverständnisse in Bezug auf den No-Buy-Monat:

  • Es geht nur um Verzicht: Viele glauben, dass es beim No-Buy-Monat ausschließlich um das Streichen von Ausgaben geht. In Wahrheit kann es auch um die Neugestaltung des eigenen Konsumverhaltens gehen.
  • Es muss perfekt sein: Man denkt oft, es müsste alles perfekt umgesetzt werden. Bereits kleine Erfolge und Anpassungen sind wertvoll.

Praxisbeispiele

Praxisbeispiel 1

Lisa hat beschlossen, im März auf alle nicht notwendigen Käufe zu verzichten. Sie nutzt diese Zeit, um ihre Ausgaben zu analysieren. Am Ende des Monats stellt sie fest, dass sie durch den Verzicht auf Snacks und Kaffee-to-go über 100 Euro gespart hat.

Anleitung
1Bestimmen Sie einen Zeitraum für Ihren No-Buy-Monat.
2Analysieren Sie Ihre bisherigen Ausgaben und identifizieren Sie Einsparpotentiale.
3Setzen Sie sich realistische Ziele und definieren Sie, was für Sie als „nicht notwendig“ gilt.
4Führen Sie ein Tagebuch, um Ihre Erfahrungen und Einsparungen festzuhalten.
5Reflektieren Sie regelmäßig über Ihre Fortschritte und passen Sie Ihre Strategie gegebenenfalls an.

Praxisbeispiel 2

Markus hätte im April gerne ein neues Smartphone gekauft. Stattdessen hat er sich entschieden, seine alten Geräte zu reparieren und einen No-Buy-Monat einzulegen. Er erkannte, dass er seine Geräte oft nur aus Langeweile erneuern wollte, und hat so über 300 Euro gespart.

Praxisbeispiel 3

Anna hat während ihres No-Buy-Monats vor allem ihre Essgewohnheiten umgestellt. Sie kocht mehr zu Hause und kauft weniger fertig Zubereitetes. Dadurch hat sie nicht nur finanziell profitiert, sondern auch insgesamt gesünder gelebt.

Handlungsorientierte Abfolge

Um den No-Buy-Monat erfolgreich zu gestalten, könnte man folgende Schritte in Betracht ziehen:

  1. Bestimmen Sie einen Zeitraum für Ihren No-Buy-Monat.
  2. Analysieren Sie Ihre bisherigen Ausgaben und identifizieren Sie Einsparpotentiale.
  3. Setzen Sie sich realistische Ziele und definieren Sie, was für Sie als „nicht notwendig“ gilt.
  4. Führen Sie ein Tagebuch, um Ihre Erfahrungen und Einsparungen festzuhalten.
  5. Reflektieren Sie regelmäßig über Ihre Fortschritte und passen Sie Ihre Strategie gegebenenfalls an.

Typische Stolperfallen beim No-Buy-Monat

Ein Monat mit streng begrenzten Ausgaben klingt simpel, doch in der Umsetzung lauern zahlreiche Stolperfallen. Wer diese kennt, vermeidet unnötige Käufe und erhöht den finanziellen Nutzen deutlich. Besonders gefährlich sind Situationen, in denen der Wille stark, aber die Vorbereitung schwach ist. Dann wird das Projekt zum reinen Verzichtsexperiment, das zwar kurzfristig Geld spart, langfristig aber kaum Verhalten verändert. Entscheidend ist, dass du erkennst, welche Situationen deine größten Auslöser für Impulskäufe sind und wie du sie im Vorfeld umbaust.

Eine der größten Herausforderungen liegt in sozialen Situationen. Einladungen zu Restaurantbesuchen, Spontanverabredungen nach der Arbeit oder Geburtstagsfeiern sorgen oft dafür, dass der Plan, einen Monat lang nichts Überflüssiges zu kaufen, ins Wanken gerät. Wer in solchen Momenten keinen klaren Plan hat, greift schnell doch zur Karte. Sinnvoll ist es, frühzeitig zu kommunizieren, was du vorhast, damit Freundinnen, Freunde und Kolleginnen und Kollegen Verständnis für deinen Kurs haben. Oft reicht es, andere Treffpunkte oder Aktivitäten vorzuschlagen, die kaum etwas kosten, um den sozialen Druck zu reduzieren und zugleich deine Ausgaben im Griff zu behalten.

Eine weitere Stolperfalle sind digitale Versuchungen. Newsletter, Rabatte in Apps und personalisierte Werbung treffen genau die neuralgischen Punkte deiner Kaufgewohnheiten. Selbstdisziplin alleine reicht in vielen Fällen nicht aus, wenn das Smartphone bei jeder Gelegenheit ein Angebot präsentiert, das scheinbar nur heute gilt. Aus Geldsicht ist es sinnvoller, die Rahmenbedingungen zu verändern. Du kannst Newsletter abbestellen, Werbe-E-Mails in einen separaten Ordner filtern und Shopping-Apps für die Dauer deines Monats löschen oder zumindest ausblenden. Je weniger Reize du siehst, desto seltener musst du dich gegen spontane Käufe wehren.

Auch die eigene Wohnung kann zur Problemzone werden. Wer aus Langeweile online stöbert, weil zu Hause nichts zu tun scheint, wird eher Geld ausgeben, als jemand, der alternative Beschäftigungen vorbereitet hat. Ohne Plan greift man schnell doch zum Notebook oder Smartphone, klickt sich durch Onlineshops und legt Artikel in den Warenkorb. Für deine Finanzen ist es deutlich wirkungsvoller, wenn du dir zu Beginn des Monats eine Liste mit Aktivitäten anlegst, die kein oder sehr wenig Geld kosten. Dazu können gehören:

  • lange Spaziergänge oder Joggingrunden in neuen Umgebungen
  • Aufräum- oder Umräumaktionen, die deine Wohnsituation verbessern
  • das Ausprobieren neuer Rezepte mit vorhandenen Lebensmitteln
  • kostenfreie Onlinekurse und Lernplattformen
  • Bücher, die bereits im Regal stehen, aber noch nicht gelesen wurden

Ein weiteres Risiko besteht in scheinbar kleinen Ausnahmen. Ein Coffee-to-go hier, eine spontane Snack-Bestellung dort, ein preisreduziertes Accessoire zwischendurch. Jede Ausgabe für sich genommen ist oft überschaubar, doch die Summe am Monatsende kann erheblich sein. Wer den finanziellen Effekt wirklich nutzen möchte, sollte seine Regeln nicht zu oft aufweichen. Hilfreich ist eine kleine Checkfrage vor jedem Kauf: Erhöht dieser Artikel spürbar die Lebensqualität oder löscht er nur kurzzeitig ein Bedürfnis, das in ein paar Stunden wieder auftaucht? Wenn die Antwort auf den zweiten Punkt hinausläuft, lohnt es sich, die Karte in der Tasche zu lassen.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind Ersatzkäufe. Man verzichtet auf Kleidung, gönnt sich dafür jedoch teurere Lebensmittel, mehr Take-away oder digitale Abos. Der Kontostand verbessert sich dann kaum, obwohl man sich subjektiv stark einschränkt. Beim Blick auf deine Finanzen ist wichtig, dass die Gesamtausgaben sinken und nicht nur von einer Kategorie in eine andere verschoben werden. Ein Haushaltsbuch oder eine App, die die Ausgaben nach Kategorien aufschlüsselt, kann helfen, solche Verschiebungen frühzeitig zu erkennen. Wer schon in Woche eins merkt, dass Restaurantbesuche unbemerkt ansteigen, kann rechtzeitig gegensteuern.

No-Buy-Monat und Sparziele: So verknüpfst du beides sinnvoll

Ein Ausgabestopp entfaltet die größte Wirkung, wenn er direkt mit einem klaren Sparziel verknüpft wird. Nur so wird aus dem temporären Verzicht ein Baustein deiner langfristigen Geldstrategie. Viele Menschen stellen zwar fest, dass am Ende des Monats etwas Geld übrig ist, doch ohne Zweck wandert der Betrag oft einfach auf das normale Girokonto und verschwindet anschließend im Alltag. Wer hingegen einen festen Zweck definiert, vergibt jedem eingesparten Euro eine Aufgabe und erhöht damit die Motivation.

Der erste Schritt besteht darin, ein finanzielles Ziel zu bestimmen, das dich wirklich anspricht. Das kann ein Notgroschen sein, der drei bis sechs Monatsausgaben abdeckt, eine Sondertilgung für einen Kredit, der Aufbau eines ETF-Sparplans oder eine Rücklage für eine größere Anschaffung, die du bewusst und geplant tätigen möchtest. Nicht jede Person motiviert ein abstraktes Ziel wie finanzielle Freiheit, viele arbeiten lieber auf sichtbarere Meilensteine hin, etwa eine bestimmte Summe auf einem Tagesgeldkonto. Entscheidend ist, dass dein Ziel mit deiner Lebenssituation zusammenpasst und konkret bezifferbar ist.

Im nächsten Schritt legst du fest, wie du die Ersparnisse aus deinem sparsamen Monat verarbeitest. Eine einfache Möglichkeit besteht darin, gleich zu Monatsbeginn einen festen Betrag auf ein separates Sparkonto zu überweisen und den restlichen Monat so zu leben, als gäbe es dieses Geld nicht. Dadurch zwingst du dich, mit einem schmaleren Budget auszukommen. Alternativ kannst du alle Einsparungen am Monatsende bündeln. In diesem Fall ist es hilfreich, jede vermiedene Ausgabe zu notieren und später in einem Betrag zu überweisen, zum Beispiel auf ein Tagesgeldkonto, das du ausschließlich für deine Sparziele nutzt.

Um die Verknüpfung zwischen Verzicht und Ziel stärker zu spüren, kannst du dir eine kleine Routine aufbauen: Jedes Mal, wenn du dich gegen einen Kauf entscheidest, notierst du den ungefähren Betrag und schreibst daneben, welchem Ziel er zugutekommt. So entsteht ein sichtbarer Zusammenhang zwischen deiner täglichen Entscheidung und deinem finanziellen Fortschritt. Besonders wirkungsvoll ist das bei wiederkehrenden Ausgaben wie Snackkäufen, Bestellungen bei Lieferdiensten oder In-App-Käufen. Wer erkennt, dass diese Beträge im Laufe eines Monats eine halbe Kreditrate oder einen erheblichen ETF-Kauf darstellen, bewertet sie anders.

Für größere Sparziele kann es sinnvoll sein, deinen No-Buy-Monat in die Jahresplanung einzubauen. Statt ein einziges Mal im Jahr extrem zu sparen, könntest du quartalsweise einen solchen Monat einplanen und die Ersparnisse jeweils einem klar definierten Ziel zuordnen. Ein Beispiel: Im Frühjahr konzentrierst du dich auf den Aufbau des Notgroschens, im Sommer auf eine Sondertilgung deines Autokredits, im Herbst auf zusätzliche Einzahlungen in ein Depot. Mit diesem Vorgehen verbindest du kurzzeitige Disziplin mit langfristigem Vermögensaufbau.

Wer Kredite oder Dispokredite bedient, kann den Effekt zusätzlich verstärken, indem die Ersparnisse gezielt in die Tilgung fließen. Jeder Euro, den du vorzeitig zurückzahlst, reduziert künftige Zinszahlungen. Gerade bei teuren Konsumentenkrediten kann ein einziger strenger Monat mehrere Monate Restlaufzeit verkürzen. Das verschafft Luft im Haushaltsbudget und verringert das Risiko, bei unerwarteten Ausgaben wieder neue Schulden machen zu müssen. So wird dein sparsamer Monat zu einem Hebel gegen Zinslasten, statt nur ein kurzzeitiger Stopp beim Shoppen zu sein.

Psychologische Effekte: Was der Verzicht mit deinem Geldverhalten macht

Ein zeitlich begrenzter Konsumstopp wirkt nicht nur auf dein Konto, sondern auch auf deine Einstellung zu Geld. Viele stellen während eines solchen Monats fest, wie viele Ausgaben aus Gewohnheit entstehen. Kaffee auf dem Weg zur Arbeit, ein Abo, das kaum genutzt wird, oder der schnelle Klick bei Rabattaktionen: All das gehört zum Alltag, bis eine bewusste Entscheidung diesen Autopiloten stoppt. Durch den Blick auf den Kontostand vor, während und nach dem Monat erkennst du, wie stark Gewohnheiten deinen finanziellen Spielraum beeinflussen.

Ein wichtiger psychologischer Effekt liegt in der Verschiebung der Belohnungsmuster. Normalerweise wird ein anstrengender Tag oft mit einem Kauf belohnt. Während einer strengen Phase mit weniger Ausgaben suchst du automatisch andere Möglichkeiten, dich gut zu fühlen. Menschen greifen dann häufiger zu Aktivitäten, die keine oder nur geringe Kosten verursachen, etwa Sport, Austausch mit Freunden, Lesen oder kreative Hobbys. Diese Alternativen können langfristig helfen, Konsum nicht mehr als Standard-Belohnungssystem zu betrachten, sondern eher als bewusste Entscheidung, die du triffst, wenn sie zu deinen Zielen passt.

Ein weiterer Effekt betrifft das Gefühl von Kontrolle. Wer regelmäßig das Konto checkt und sieht, wie wenig sich in der Mitte des Monats vom Anfangsstand entfernt hat, erlebt eine neue Form von Sicherheit. Du merkst, dass spontane Käufe nicht unvermeidlich sind, sondern dass du aktiv steuerst, wohin dein Geld fließt. Dieses Gefühl überträgt sich häufig auf andere Finanzthemen, etwa auf die Bereitschaft, sich mit Anlageformen wie ETFs, Tagesgeld, Festgeld oder der Optimierung von Versicherungen zu beschäftigen. Die Hemmschwelle, sich tiefer mit Geldfragen auseinanderzusetzen, sinkt.

Gleichzeitig kann ein zu strenger Ansatz Gegenreaktionen auslösen. Wer sich einen Monat lang jede kleine Freude verbietet, läuft Gefahr, danach umso stärker in alte Muster zurückzufallen. Finanzpsychologisch sinnvoller ist es, bewusst wenige, aber geplante Ausnahmen einzuarbeiten. Ein Beispiel: Du definierst eine kleine Summe als persönliches Vergnügungsbudget, das du flexibel innerhalb des Monats ausgeben darfst, während alle anderen Käufe streng reguliert bleiben. So trainierst du, mit begrenzten Mitteln umzugehen, statt dich komplett zu blockieren.

Interessant ist zudem die Wirkung auf dein Selbstbild. Wer sich als Person wahrnimmt, die bewusst mit Geld umgeht und nicht jedem Kaufimpuls nachgibt, verändert langfristig seine Identität rund um das Thema Finanzen. Aus jemandem, der sich häufig fragt, wo das Geld wieder geblieben ist, wird eher eine Person, die ihre Ausgaben kennt und aktiv gestaltet. Diese Verschiebung stärkt auch deine Verhandlungsposition in anderen Lebensbereichen, etwa im Job, bei Gehaltsverhandlungen oder bei größeren Anschaffungen. Du erkennst, dass dein Geld ein Werkzeug ist, das du lenkst, statt nur ein knappes Gut, das ständig verschwindet.

Die gesammelten Erfahrungen aus einem Monat mit reduzierten Ausgaben können in neue Routinen überführt werden. Wenn du feststellst, dass du bestimmte Käufe nicht vermisst, kannst du diese dauerhaft streichen oder durch günstigere Alternativen ersetzen. Vielleicht brauchst du nicht drei Streamingdienste, sondern nur einen. Vielleicht merkst du, dass Mittagessen von zu Hause deinen Alltag weder einschränkt noch weniger genießerisch macht. Je mehr dieser Erkenntnisse du festhältst, desto stärker verändert sich dein Geldverhalten auch außerhalb eines klar definierten Sparmonats.

Vom einmaligen Experiment zur dauerhaften Finanzroutine

Ein einmaliger Monat mit begrenztem Konsum gibt einen kräftigen Schub, doch der größte Mehrwert entsteht, wenn du die Erkenntnisse systematisch in deiner Finanzplanung verankerst. Der Übergang von der Sonderphase in den Alltag ist entscheidend. Viele erleben nach dem Ende eine Art Befreiungsgefühl und gönnen sich zunächst wieder vieles, was sie sich verkniffen haben. An diesem Punkt entscheidet sich, ob der finanzielle Vorteil erhalten bleibt oder ob er in wenigen Wochen vollständig verpufft. Mit einigen einfachen Routinen kannst du dafür sorgen, dass die positiven Effekte bleiben.

Direkt im Anschluss lohnt sich ein kleiner Rückblick. Notiere dir, wie viel Geld du im Vergleich zu einem Durchschnittsmonat zur Seite legen konntest und wofür du dieses Geld eingesetzt hast. Vergleiche deine Ausgabenstruktur: Welche Kategorien sind besonders stark geschrumpft? Wo hast du kaum einen Unterschied gemerkt? Halte außerdem fest, welche Einschränkungen dir schwergefallen sind und welche überraschend leicht waren.

Häufige Fragen rund um den No-Buy-Monat

Wie viel Geld lässt sich mit einem No-Buy-Monat realistischerweise sparen?

Das Sparpotenzial hängt stark von deinem bisherigen Konsumverhalten und deinem Einkommen ab. Viele Menschen berichten von Einsparungen zwischen 100 und 400 Euro, wenn sie einen Monat lang alle nicht notwendigen Ausgaben streichen und dieses Geld gezielt auf das Tagesgeldkonto oder ein Sparkonto verschieben.

Sollte ich während eines No-Buy-Monats wirklich gar nichts außer Fixkosten ausgeben?

Es ist sinnvoll, vor dem Start klare Regeln festzulegen, damit du weißt, was erlaubt ist und was nicht. Einige Ausgaben wie Medikamente, notwendige Reparaturen oder vorher geplante Verpflichtungen können in die Ausnahmeliste gehören, damit der Verzicht nicht zu Lasten deiner Gesundheit oder deiner Verbindlichkeiten geht.

Wie integriere ich einen No-Buy-Monat in mein Budget, ohne mich zu überfordern?

Starte mit einer ehrlichen Ausgabenübersicht der letzten zwei bis drei Monate und markiere alle Kategorien, die nicht lebensnotwendig sind. Für diese Bereiche setzt du dir im Verzichtsmonat ein klares Ausgabelimit von null oder einem sehr kleinen Betrag und leitest das eingesparte Geld direkt in einen definierten Finanzzweck wie Notgroschen, Schuldenabbau oder Rücklagen für größere Anschaffungen weiter.

Kann ein No-Buy-Monat beim Schuldenabbau helfen?

Ein zeitlich begrenzter Konsumstopp kann ein sehr wirksamer Beschleuniger beim Tilgen von Schulden sein, weil du einmalig einen größeren Betrag zusätzlich in die Rückzahlung lenken kannst. Besonders bei Dispokrediten oder teuren Ratenkäufen sorgt ein zusätzlicher Tilgungsbetrag für sinkende Zinskosten und einen spürbar schnelleren Weg in die finanzielle Entlastung.

Was mache ich, wenn mich während des No-Buy-Monats spontane Kaufimpulse packen?

Lege eine Liste für Wunschkäufe an, auf der du alle Dinge notierst, die dir in dieser Zeit in den Sinn kommen, und überprüfe sie nach Ende des Monats erneut. Zusätzlich hilft es, vermeidbare Auslöser wie Shopping-Apps, Werbe-Newsletter und spontane Bummel durch Einkaufszentren gezielt zu meiden, damit Versuchungen gar nicht erst so häufig auftauchen.

Eignet sich ein No-Buy-Monat auch für Familien mit Kindern?

Ein Konsumstopp lässt sich auch in Familien umsetzen, wenn alle Beteiligten die Regeln verstehen und gemeinsam abstimmen. Statt Geld für kostenintensive Freizeitaktivitäten auszugeben, können kostenlose oder günstige Alternativen wie Spieleabende, Leihbücherei oder Spaziergänge genutzt werden, während die Ersparnis sichtbar für ein gemeinsames Ziel wie Urlaub oder Rücklagen für die Kinder zurückgelegt wird.

Wie oft im Jahr ist ein No-Buy-Monat sinnvoll?

Viele Personen kommen gut damit zurecht, ein- bis dreimal im Jahr einen solchen Verzichtsmonat einzubauen, um ihre Finanzen neu zu justieren. Zu häufige oder zu lange Phasen können dagegen zu Ermüdung führen, weshalb ein durchdachter Rhythmus mit klaren Pausen dazwischen in der Regel nachhaltiger wirkt.

Was unterscheidet einen No-Buy-Monat von einem allgemeinen Sparmonat?

Bei einem typischen Sparmonat reduzierst du meist nur bestimmte Kategorien oder senkst Budgets, während ein No-Buy-Monat fast alle nicht notwendigen Ausgaben pausiert. Die Intensität des Verzichts ist dadurch größer, was zwar anstrengender, aber zugleich wirksamer für ein neues Bewusstsein rund um Konsum und Geldnutzung sein kann.

Wie verhindere ich, dass ich nach dem No-Buy-Monat wieder in alte Muster zurückfalle?

Nutze den Monat gezielt, um feste Routinen zu etablieren, etwa wöchentliches Budget-Tracking, feste Überweisungen auf ein Sparkonto oder klare Freigrenzen für spontane Käufe. Wenn du ein bis zwei Regeln übernimmst, die sich bewährt haben, entsteht eine dauerhafte Veränderung, die dir auch ohne dauerhaften Verzicht mehr finanziellen Spielraum verschafft.

Ist ein No-Buy-Monat auch sinnvoll, wenn ich bereits einen Haushaltsplan habe?

Gerade mit bestehendem Haushaltsplan kann ein zeitlich begrenzter Konsumstopp helfen, Schwachstellen im Budget aufzudecken, die du bisher übersehen hast. Zusätzliche Einsparungen lassen sich dann gezielt für den Aufbau von Rücklagen, Investitionen oder die Erfüllung eines größeren Sparziels nutzen, ohne den gesamten Finanzplan auf den Kopf zu stellen.

Wie messe ich den Erfolg eines No-Buy-Monats am besten?

Lege zu Beginn fest, wie viel Geld du zusätzlich zur Seite legen oder welche finanzielle Veränderung du erreichen möchtest, und halte alle Einsparungen im Ablauf schriftlich fest. Am Ende des Zeitraums vergleichst du Kontostände, Schuldenhöhe und dein Gefühl für Ausgaben, um zu sehen, wie stark sich der bewusste Verzicht wirklich auf deine Geldlage ausgewirkt hat.

Fazit

Ein konsequenter Kaufstopp über einen Monat kann dir helfen, verborgene Ausgabemuster sichtbar zu machen und dein Bewusstsein für Geldentscheidungen zu schärfen. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist, dass du ein bis zwei hilfreiche Routinen aus dieser Zeit beibehältst, etwa regelmäßiges Budget-Tracking oder automatische Sparüberweisungen. So erzielst du nicht nur einen kurzfristigen Spareffekt, sondern baust nachhaltige finanzielle Stabilität auf.


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