PayPal-Zahlung fehlgeschlagen, aber Geld wurde abgebucht? So bekommst du es zurück

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 5. Juni 2026 11:30

Meldeführt PayPal eine Zahlung als fehlgeschlagen, obwohl das Geld bereits vom Konto oder von der Karte abgebucht wurde, steckt dahinter oft nur eine vorläufige Buchung, eine Reserve oder ein Zahlungsweg, der sich erst später eindeutig auflöst. Häufig wird der Betrag automatisch wieder gutgeschrieben; in manchen Fällen dauert das ein paar Werktage, und gelegentlich helfen erst eine Rückfrage bei PayPal oder ein Anstoß über die Bank weiter.

Wichtig ist zuerst die Unterscheidung: Wurde wirklich abgebucht, oder sieht es nur so aus, weil die Zahlung noch vorläufig reserviert ist? Genau dieser Unterschied entscheidet darüber, ob du abwarten, den Verkäufer kontaktieren oder direkt den Käuferschutz und den Support einschalten solltest.

Warum die Buchung anders aussehen kann als die Fehlermeldung

Bei PayPal laufen mehrere Systeme gleichzeitig: die eigentliche Zahlung, die Autorisierung bei der Bank oder Kreditkarte und die finale Verbuchung im PayPal-Konto. Wenn an einer Stelle etwas stockt, kann die App oder die Webseite bereits „fehlgeschlagen“ melden, während die Bank das Geld nur vorübergehend reserviert hat. Das ist ärgerlich genug, aber es ist eben noch kein endgültiger Verlust.

Wenn du den Betrag im Online-Banking nur als vorgemerkt oder ausstehend siehst, ist die Lage meist entspannter. Dann wartet das System noch auf eine endgültige Entscheidung. Wenn die Buchung hingegen schon als abgeschlossen erscheint, wird es etwas formeller, aber auch dann gibt es saubere Wege zur Rückerstattung.

Die ersten Prüfungen, die wirklich helfen

Bevor du in langen Support-Schleifen landest, lohnt sich ein schneller Blick auf drei Stellen: das PayPal-Konto, das Bankkonto und die E-Mail-Bestätigung. Dort siehst du meist, ob die Zahlung abgelehnt, rückerstattet, offen oder tatsächlich abgeschlossen wurde. Gerade bei mehreren Karten oder mehreren Bankverbindungen wird sonst schnell auf das falsche Detail geschaut.

Gehe am besten in dieser Reihenfolge vor: Prüfe zuerst den Transaktionsstatus bei PayPal, dann die Belastung im Banking und danach die Nachrichten von PayPal und dem Händler. Wenn PayPal die Zahlung nie korrekt angenommen hat, ist oft keine aktive Rückforderung nötig, weil die Belastung nur vorübergehend blockiert ist. Wenn dagegen eine echte Abbuchung vorliegt, brauchst du einen Nachweis über den fehlgeschlagenen Vorgang.

Wichtig ist auch der Zahlungsweg. Eine Lastschrift vom Bankkonto, eine Zahlung mit Kreditkarte und eine Wallet-Zahlung verhalten sich unterschiedlich. Bei Karten ist eine Vorautorisierung häufig schneller wieder weg, bei Banklastschriften kann es etwas länger dauern, bis die Bewegung komplett zurückgebucht wird.

Was du bei einer echten Abbuchung tun solltest

Wenn der Betrag als belastet auftaucht und nicht innerhalb kurzer Zeit wieder verschwindet, solltest du strukturiert vorgehen. Am sinnvollsten ist es, die Zahlung zunächst im PayPal-Konto zu öffnen und den exakten Status zu prüfen. Dort steht oft, ob die Zahlung offen, storniert, zurückerstattet oder abgeschlossen ist. Ein Screenshot hilft später, falls du mit Support, Bank oder Händler sprechen musst.

Danach lohnt sich der Blick auf den Händler. Bei vielen fehlgeschlagenen Zahlungen liegt das Problem gar nicht am Geld selbst, sondern an einer abgebrochenen Bestellbestätigung. Der Händler hat dann zwar vielleicht noch keinen Auftrag verarbeitet, der Zahlungsversuch wurde aber bereits angestoßen. In diesem Fall kann eine Rückbuchung über den Händler deutlich schneller gehen als ein Streit über die Bank.

Falls der Betrag am Ende tatsächlich abgebucht wurde, obwohl du keine gültige Leistung bekommen hast, sind diese Schritte meist der sauberste Weg:

  • Transaktionsstatus bei PayPal prüfen
  • Bankumsatz oder Kartenumsatz auf „vorgemerkt“, „offen“ oder „belastet“ prüfen
  • Beleg, Uhrzeit und Betrag sichern
  • Händler anschreiben und den fehlgeschlagenen Kauf schildern
  • Falls nötig den Fall über PayPal dokumentieren
  • Bei Karten- oder Lastschriftproblemen zusätzlich die Bank informieren

Je sauberer du die Reihenfolge einhältst, desto leichter lässt sich später nachweisen, dass du keine doppelte Zahlung absichtlich ausgelöst hast. Gerade bei Beträgen, die nur einmal ausgelöst werden sollten, aber zweimal auftauchen, ist eine gute Dokumentation viel wert.

Wann sich das Geld von selbst zurückmeldet

Es gibt mehrere Situationen, in denen du nur abwarten musst. Das gilt vor allem dann, wenn die Belastung noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Viele Banken lösen vorgemerkte Beträge nach einigen Tagen automatisch auf, wenn der Händler die Zahlung nicht bestätigt oder PayPal den Vorgang intern abbricht.

Anleitung
1Datum der Belastung festhalten.
2Prüfen, ob der Betrag nur vorgemerkt oder schon gebucht ist.
3Die Hinweise in der PayPal-Transaktion lesen.
4Fristen der Bank oder des Kartenanbieters beachten.
5Erst danach die nächste Eskalationsstufe wählen.

Auch bei technischen Abbrüchen kann das Geld ohne dein Zutun zurückkommen. Das passiert häufig, wenn die Verbindung während der Bezahlung instabil war, die App abgestürzt ist oder die Sicherheitsprüfung der Bank mitten im Vorgang dazwischenkam. In solchen Fällen sieht es zunächst nach einem Verlust aus, tatsächlich hängt der Betrag aber nur in einem Zwischenschritt fest.

Besonders wichtig ist Geduld bei Kreditkarten. Dort ist eine Belastung manchmal erst einmal nur eine Reservierung. Diese kann ein paar Tage sichtbar bleiben, obwohl am Ende keine echte Zahlung entstanden ist. Wer zu früh mehrere Reklamationen startet, sorgt manchmal eher für Verwirrung als für Tempo.

Typische Missverständnisse, die teuer werden können

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass jede Bankbewegung sofort endgültig ist. Das stimmt so nicht. Manche Umsätze sehen aus wie eine Abbuchung, sind aber nur vorgemerkt. Wer das übersieht, meldet unter Umständen zu früh einen Rückbuchungsfall und blockiert damit unnötig die weitere Klärung.

Ein zweites Missverständnis betrifft doppelte Abbuchungen. Zwei sichtbare Buchungen bedeuten nicht automatisch zwei abgeschlossene Zahlungen. Manchmal ist eine Buchung die echte Belastung und die andere lediglich die Freigabe oder Vorautorisierung, die später verschwindet. Deshalb solltest du immer beide Einträge genau vergleichen: Betrag, Uhrzeit, Händlername und Status.

Ein drittes Problem entsteht, wenn die Bestellung beim Händler durchgefallen ist, die Zahlung aber separat gelaufen ist. Dann denken viele, PayPal sei schuld, obwohl der eigentliche Abbruch an der Warenkorbabwicklung lag. Das ist wichtig, weil der Händler dann oft schneller helfen kann als ein allgemeiner Supportweg.

Praxisbeispiel aus dem Alltag

Ein Nutzer bestellt am Abend Zubehör für sein Notebook. PayPal zeigt mitten im Bezahlvorgang einen Fehler an, im Online-Banking steht der Betrag aber als vorgemerkt. Am nächsten Morgen ist die Bestellung beim Händler nicht angekommen, die Reservierung im Banking bleibt jedoch noch sichtbar. In diesem Fall ist meist Geduld der beste erste Schritt, weil die Vorautorisierung oft innerhalb weniger Werktage ausläuft.

Eine andere Situation: Jemand bezahlt über die App einen kleineren Betrag im Urlaub, und die Zahlung wird abgelehnt, obwohl die Karte belastet erscheint. Hier ist die Ursache häufig eine Sicherheitsprüfung oder eine Kartenbestätigung, die im Hintergrund schiefgelaufen ist. Der Betrag wird dann oft nicht als echter Umsatz verbucht, sondern nur vorübergehend gehalten.

Und dann gibt es den Klassiker aus dem Online-Shopping: Die Zahlung ging durch, die Seite ist aber direkt danach abgestürzt. Der Händler meldet keine Bestellung, PayPal zeigt später eine abgeschlossene Transaktion, und der Käufer sitzt zwischen zwei Systemen. Dann braucht es einen klaren Nachweisweg über Transaktionsnummer, Bestellzeit und Händlerkontakt, damit die Rückabwicklung sauber läuft.

Praxisbeispiel aus dem Kartenbereich

Bei einer Kreditkartenzahlung kann eine Fehlermeldung auftauchen, obwohl die Karte eine Autorisierung durch den Händler gesehen hat. Das passiert gern, wenn 3D-Secure, App-Freigabe oder die Bankprüfung nicht sauber durchlaufen wurde. Die Karte wirkt dann belastet, obwohl der Umsatz noch gar nicht endgültig durch ist.

In so einem Fall lohnt es sich, nicht nur die App zu prüfen, sondern auch das Kartenportal der Bank. Dort steht oft klarer, ob es sich um eine Autorisierung oder um einen endgültigen Umsatz handelt. Genau diese Differenz macht den Unterschied zwischen kurzer Wartezeit und echter Reklamation.

Praxisbeispiel bei der Lastschrift

Wird das PayPal-Guthaben oder das Bankkonto per Lastschrift genutzt, kann ein fehlgeschlagener Kauf trotzdem eine Kontobewegung auslösen. Dann versucht das System zunächst, den Betrag einzuziehen, bricht aber wegen eines Fehlers ab. Die Lastschrift ist dann nicht immer verloren, sondern wird häufig intern wieder aufgehoben oder später automatisch erstattet.

Wenn du in diesem Fall nur den Kontoauszug anschaust, wirkt es leicht so, als hätte jemand das Geld schon endgültig abgezogen. Der genaue Buchungstext ist deshalb wichtiger als die bloße Zahl auf dem Kontostand. Erst wenn der Betrag als final gebucht erscheint, musst du den nächsten Schritt ernsthaft anstoßen.

Wie du mit PayPal und der Bank sinnvoll kommunizierst

Supportanfragen werden deutlich schneller bearbeitet, wenn du sauber formulierst, was passiert ist. Hilfreich sind Datum, Uhrzeit, Betrag, Zahlungsweg, Händlername und der sichtbare Status in deinem Konto. Wer stattdessen nur schreibt, dass „Geld weg ist“, bekommt oft Rückfragen und verliert Zeit.

Auch der Ton macht einen Unterschied. Eine nüchterne Beschreibung mit allen Angaben ist meist erfolgreicher als lange Vermutungen. Wenn du dich auf Fakten beschränkst, kann PayPal oder die Bank den Vorgang schneller dem richtigen Falltyp zuordnen.

Falls du mit dem Händler sprichst, erwähne nur das, was für die Zuordnung wichtig ist. Also keine wilde Mischung aus Screenshot-Sprache, Bankjargon und Vermutungen über Serverprobleme, sondern klar: Zahlung fehlgeschlagen, Betrag belastet, Bestellung nicht angekommen. Das ist oft genug, damit der Fall intern an die richtige Stelle wandert.

Woran du erkennst, ob du warten oder aktiv werden solltest

Wenn die Belastung nur vorgemerkt ist, die Bestellung nirgendwo bestätigt wurde und der Zeitraum noch kurz ist, spricht viel für abwarten. Wenn die Buchung aber schon endgültig erscheint, der Händler keine Leistung geliefert hat und sich im Konto nichts mehr ändert, solltest du den Fall aktiv anstoßen. Genau an diesem Punkt trennen sich die harmlosen Zwischenstände von den Fällen, die eine Reklamation brauchen.

Eine gute Faustregel ist: Je unsicherer der Status, desto eher zuerst prüfen statt sofort eskalieren. Je klarer die Buchung final wirkt, desto eher solltest du die Rückerstattung dokumentieren und anfordern. Das spart Nerven, weil du den richtigen Weg erwischst, bevor sich mehrere Stellen gegenseitig die Verantwortung zuschieben.

Am Ende geht es fast immer um dieselbe Frage: Ist der Betrag nur festgehalten oder wirklich weg? Sobald du darauf eine saubere Antwort hast, wird der Rest meist deutlich überschaubarer.

Welche Spuren in Konto und PayPal-Konto zusammenpassen müssen

Bei einer Zahlung im Netz reicht ein einzelner Blick selten aus, um den Ablauf zu verstehen. Entscheidend ist, ob der Status in PayPal, die Karten- oder Bankbuchung und die Bestätigung des Händlers wirklich dieselbe Transaktion beschreiben. Häufig zeigt PayPal zunächst nur eine vorübergehende Belastung oder eine Autorisierung, während die eigentliche Buchung auf dem Kontoauszug noch aussteht. Erst der Vergleich von Uhrzeit, Betrag, Währung und Händlername bringt Klarheit.

Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen „vorgemerkt“, „in Bearbeitung“ und „abgeschlossen“. Eine vorgemerkte Summe blockiert Geld, ohne dass sie bereits endgültig beim Empfänger angekommen sein muss. Bei Kartenzahlungen kann der Betrag deshalb sichtbar sein, obwohl die Zahlung aus Sicht des Shops noch nicht sauber durchgelaufen ist. Wer hier sauber prüft, erkennt oft schon früh, ob nur Geduld nötig ist oder ob ein echter Klärungsfall vorliegt.

Hilfreich ist es, die Abbuchung nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil einer Kette aus Händler, Zahlungsdienst und Bank. Genau an dieser Stelle entstehen die meisten Missverständnisse, weil die Systeme nicht immer im selben Moment den gleichen Stand anzeigen. Für Geldfragen zählt deshalb nicht nur, was auf dem Bildschirm erscheint, sondern welche Stelle die Summe tatsächlich gebunden hat.

Welche Unterlagen die Rückforderung stärken

Wer Geld zurückholen will, sollte Belege nicht erst zusammensuchen, wenn die Frist bereits läuft. Sinnvoll sind Screenshots der Fehlermeldung, die PayPal-Transaktion, der Konto- oder Kartenumsatz und jede Bestätigung des Händlers. Je sauberer die Unterlagen zusammenpassen, desto leichter lässt sich erklären, warum eine Zahlung zwar belastet, aber nicht wirksam erfüllt wurde.

Auch der genaue Wortlaut von Systemmeldungen kann wichtig sein. Meldungen wie „Zahlung abgelehnt“, „Transaktion nicht abgeschlossen“ oder „Autorisierung ausstehend“ zeigen oft, in welchem Stadium der Prozess hängen geblieben ist. Das ist für die spätere Prüfung durch PayPal oder die Bank wertvoll, weil sich daraus ableiten lässt, ob eine Freigabe, eine Stornierung oder eine Erstattung erwartet werden darf.

  • Transaktionsnummer aus PayPal und aus dem Kontoauszug notieren
  • Betrag, Datum, Uhrzeit und Währung vergleichen
  • Händlername und Verwendungszweck sichern
  • Fehlermeldungen als Screenshot archivieren
  • Nachrichtenverlauf mit dem Verkäufer aufbewahren

Wer ordentlich dokumentiert, spart im Zweifel Zeit, weil Nachfragen schneller beantwortet werden können. Gerade bei Geldbeträgen, die im Alltag spürbar sind, wirkt eine lückenlose Übersicht oft stärker als lange Erklärungen. Die Erfahrung zeigt: Je klarer die Unterlagen, desto geringer das Risiko, dass sich die Sache unnötig zieht.

Welche Fristen bei Rückbuchung und Klärung zählen

Bei fehlgeschlagenen Zahlungen spielt Zeit eine größere Rolle, als viele erwarten. Banken, Kartenanbieter und Zahlungsdienste arbeiten mit unterschiedlichen Bearbeitungsfenstern, und nicht jede Rückgabe geschieht am selben Tag. Manche Beträge lösen sich automatisch auf, andere werden erst nach einer internen Prüfung freigegeben. Wer zu früh dieselbe Anfrage mehrfach stellt, erzeugt oft nur zusätzlichen Aufwand.

Für die eigene Planung lohnt sich ein Blick auf typische Zeiträume. Eine reine Autorisierung kann sich innerhalb weniger Tage erledigen, während eine echte Buchung oder eine technische Doppelbelastung mehr Prüfzeit benötigt. Bei Lastschriften, Kartenumsätzen und PayPal-Vorgängen laufen die Rückwege nicht identisch, weshalb der Zahlungsweg immer mitgedacht werden sollte. Genau das entscheidet darüber, ob man auf die nächste Kontobewegung warten kann oder aktiv nachfassen sollte.

  1. Datum der Belastung festhalten.
  2. Prüfen, ob der Betrag nur vorgemerkt oder schon gebucht ist.
  3. Die Hinweise in der PayPal-Transaktion lesen.
  4. Fristen der Bank oder des Kartenanbieters beachten.
  5. Erst danach die nächste Eskalationsstufe wählen.

Bei Geld geht es oft nicht um den größten Druck, sondern um die beste Reihenfolge. Wer die Fristen sauber im Blick behält, vermeidet unnötige Rückfragen und erhöht die Chance, dass der Betrag ohne weiteres Zutun wieder verfügbar wird. Das ist besonders dann relevant, wenn das Girokonto eng kalkuliert ist und jede doppelte Belastung die Planung stört.

Welche Wege bei mehreren fehlgeschlagenen Zahlungen sinnvoll sind

Kommt es nicht nur einmal, sondern mehrfach zu abgebrochenen Zahlungen mit Belastung, sollte das Muster geprüft werden. Dahinter kann eine ungültige Karte, ein Währungsproblem, ein Limit der Bank oder eine technische Sperre im PayPal-Profil stecken. Auch Sicherheitsabfragen, unvollständige Adressdaten oder ein Händlerfehler sorgen immer wieder dafür, dass eine Zahlung scheitert und dennoch ein Betrag reserviert wird.

Bei wiederholten Versuchen ist Vorsicht sinnvoll, denn jeder erneute Anlauf kann neue Vormerkungen auslösen. Das bindet Geld unnötig und erschwert später die Zuordnung. In solchen Fällen ist es oft klüger, erst die Ursache zu finden und dann mit einem sauberen Versuch neu zu starten. Das gilt besonders dann, wenn das Konto bereits mehrere kleine Reservierungen zeigt, die zusammen einen spürbaren Betrag ergeben.

Praktisch ist ein kurzer Abgleich mit dem eigenen Zahlungsalltag. Wird derselbe Händler plötzlich nur noch über eine bestimmte Karte akzeptiert, liegt das Problem nicht zwingend bei PayPal selbst. Tauchen die Belastungen jedoch bei mehreren Shops auf, spricht das eher für ein Konto-, Karten- oder Sicherheitsproblem. Wer diesen Unterschied erkennt, behandelt sein Geld nicht nur sorgfältig, sondern auch effizient.

Am Ende zählt ein nüchterner Ablauf: Status prüfen, Belege sichern, Frist beachten und nur dann weiter eskalieren, wenn der Betrag nicht von allein verschwindet. So bleibt die Kontrolle über die Zahlungskette erhalten, und das Geld steht schneller wieder dort zur Verfügung, wo es im Alltag gebraucht wird.

Fragen und Antworten

Warum wird eine Zahlung als fehlgeschlagen angezeigt, obwohl Geld reserviert wurde?

Bei vielen Zahlungswegen ist die Buchung zunächst nur vorgemerkt oder autorisiert. Die eigentliche Belastung wird erst später endgültig verarbeitet oder wieder aufgehoben.

Wie erkenne ich, ob es sich um eine echte Abbuchung oder nur um eine Vormerkung handelt?

Ein Blick in das Konto- oder Kartenumsatzprotokoll hilft am meisten. Steht dort nur eine Reservierung, ist das Geld meist noch nicht endgültig weg.

Wie lange dauert es, bis eine vorgemerkte Zahlung wieder verschwindet?

Das hängt vom Zahlungsverfahren und vom jeweiligen Institut ab. Häufig dauert es wenige Tage, manchmal auch bis zu zwei Wochen.

Was sollte ich zuerst prüfen, wenn der Betrag auf dem Konto auftaucht?

Prüfe, ob der Umsatz als Belastung, Vormerkung oder Rückbuchung markiert ist. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Bestellbestätigung im Händlerkonto oder in der E-Mail.

Kann ich mein Geld direkt bei der Bank zurückfordern?

Bei Kartenumsätzen und Lastschriften gibt es je nach Fall Wege über die Bank. Wichtig ist, den richtigen Vorgang zu wählen, damit nicht nur ein Auskunftsgespräch entsteht, sondern eine echte Prüfung angestoßen wird.

Wann ist es sinnvoll, PayPal zu kontaktieren?

Immer dann, wenn die Zahlung im PayPal-Konto als abgeschlossen, offen oder fehlgeschlagen auftaucht und der Status nicht zur Kontobelastung passt. Dann kann der Support die Transaktion mit dem technischen Protokoll abgleichen.

Welche Unterlagen helfen bei der Klärung am meisten?

Hilfreich sind Kontoauszug, Screenshot des Fehlers, Transaktionsnummer und der Zeitpunkt der Zahlung. Je sauberer diese Angaben vorliegen, desto schneller lässt sich der Fall zuordnen.

Was mache ich, wenn der Händler die Ware trotzdem verschickt?

Dann sollte die offene Zahlung sofort mit dem Händler geklärt werden. Oft liegt bereits eine erfolgreiche Autorisierung vor, auch wenn der Bezahlvorgang sichtbar scheiterte.

Kann ich eine doppelte Belastung wiederbekommen?

Ja, doppelte Buchungen lassen sich in vielen Fällen zurückführen. Entscheidend ist, ob es sich um zwei echte Abbuchungen oder um eine Belastung plus Vormerkung handelt.

Wie vermeide ich solche Zahlungspannen bei zukünftigen Einkäufen?

Nutze möglichst stabile Verbindungen, halte Zahlungsdaten aktuell und kontrolliere nach dem Bezahlen direkt das Konto. Wer den Kontostand und die Umsatzanzeige kurz nach dem Kauf prüft, erkennt Unstimmigkeiten früh.

Fazit

Bei einer misslungenen Online-Zahlung ist nicht jeder angezeigte Betrag sofort ein echter Verlust. Wer den Status der Buchung prüft, die richtigen Stellen anspricht und Belege sauber sammelt, bringt die Sache meist zügig in Ordnung. Für den Blick aufs eigene Geld lohnt sich dabei Sorgfalt mehr als Tempo.

Checkliste
  • Transaktionsstatus bei PayPal prüfen
  • Bankumsatz oder Kartenumsatz auf „vorgemerkt“, „offen“ oder „belastet“ prüfen
  • Beleg, Uhrzeit und Betrag sichern
  • Händler anschreiben und den fehlgeschlagenen Kauf schildern
  • Falls nötig den Fall über PayPal dokumentieren
  • Bei Karten- oder Lastschriftproblemen zusätzlich die Bank informieren


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